Alles zur Kitaplatz-Suche in 20 Minuten

Alles zur Kitaplatz-Suche in 20 Minuten

Bild von Westfale auf Pixabay

 

„Amtsplausch“ heißt der Podcast des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf. In einer hörenswerten Folge geht es um die Suche nach einem Kitaplatz.

Susanne Reusch ist staatlich anerkannte Erzieherin und studierte Sozialpädagogin, seit einem Jahr arbeitet sie als Kitakoordinatorin im Berliner Südwesten. Im Gespräch mit Nina Badur, zuständig für die digitale Kommunikation des Bezirksamtes, erklärt die Kita-Expertin alles, was es zum Thema Kita-Platzsuche zu sagen gibt.

Die Kitakoordinatorin ist Ansprechperson für alle Fragen von Eltern auf der Suche nach einer Betreuung für ihr kleines Kind: Wozu braucht es einen Kitagutschein, welche Kitas gibt es und worin liegen die Unterschiede, welche anderen Betreuungsformen gibt es, wer betreut unser behindertes Kind?

Erzieherin Reusch rät dazu, rund ein Jahr vor dem geplanten Betreuungsbeginn mit der Platzsuche zu beginnen. Idealerweise erst nach der Geburt, zunächst aus ganz pragmatischen Gründen: Das Alter des Kindes steht bei einer Anfrage oder einer Anmeldung fest. Aber auch die Familie hat sich in der neuen Konstellation zurechtgefunden und die nächsten Abschnitte werden realistischer geplant.

Als erste Orientierung empfiehlt die Kitakoordinatorin einen Blick in den Kita-Navigator der Senatsbildungsverwaltung. Hier finden sich alle öffentlich finanzierten Kitas in Berlin. Das Tool ist praktisch, lässt es die Suche doch räumlich eingrenzen, es hat aber einen Haken. Die Pflege der Daten obliegt den Kitas selbst, die Teilnahme am Navigator ist freiwillig. Im Zweifel müssen Eltern doch in jeder Einrichtung anrufen oder persönlich vorsprechen, um freie Plätze in Erfahrung zu bringen.

Ehrlicherweise, sagt Susanne Reusch, ist die Auswahl an Plätzen sehr begrenzt. Eltern sind meist darauf angewiesen, das Angebot anzunehmen, das gerade verfügbar ist. Dennoch ermuntert sie dazu, sich mit den unterschiedlichen Konzepten der Einrichtungen zu beschäftigen und zu klären: Passt die Kita zu unserem Kind, kommen wir mit den Öffnungszeiten klar, wird transparent kommuniziert, wie ist die pädagogische Ausrichtung? Auch der Hinweis auf die umstrittenen Zuzahlungen fehlt nicht.

Der Podcast schließt mit der Empfehlung, sich an die Kitakoordination zu wenden, wenn die Familie keinen Betreuungsplatz findet. Es gibt eine interne monatliche Abfrage unter allen Kitas des Bezirkes. Hier können oftmals noch Plätze vermittelt werden, die aus unterschiedlichen Gründen kurzfristig verfügbar sind.

 

 

 

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„Perspektiven der Kinder und Jugendlichen machen unsere Entscheidungen besser“

[caption id="attachment_103286" align="aligncenter" width="400"] Johanna Martens in der BVV am 22. April 2026, Rede zum Thema Kinder- und Jugendparlament | Foto: Grüne Fraktion[/caption]   Steglitz-Zehlendorf bekommt ein Kinder- und Jugendparlament. Das hat die BVV in der vergangenen Woche beschlossen. Wir dokumentieren die Rede von Johanna Martens, jugendpolitische Sprecherin der Fraktion der Grünen, im Wortlaut: Wir haben vor anderthalb Jahren einstimmig beschlossen, ein Beteiligungsgremium für Kinder und Jugendliche auf den Weg zu bringen. Seitdem ist viel passiert: Es gab einen strukturierten Beteiligungsprozess, Gespräche in Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen und mit Fachkräften. Und vor allem mit den jungen Menschen selbst. Wir haben uns bewusst nicht vorab auf eine Struktur für ein solches Gremium festgelegt und diese den Kindern- und Jugendlichen vorgesetzt, sondern den Beteiligungsprozess ernst genommen. Das Ergebnis dieses Prozesses war eindeutig: Die Kinder und Jugendlichen in Steglitz-Zehlendorf wollen ein Kinder- und Jugendparlament. Das Kinder- und Jugendparlament wird demokratisch gewählt, breit zusammengesetzt aus Schulen, Jugendfreizeiteinrichtungen, Vereinen und weiteren Organisationen. Es gibt klare Regelungen zur Repräsentanz und zur Einbindung verschiedener Gruppen im Bezirk. Und mit der Änderung der Geschäftsordnung integrieren wir dieses neue Gremium in unsere Arbeit in der BVV: Das Kinder- und Jugendparlament wird zu den Sitzungen eingeladen, kann eigene Anträge in die BVV einbringen und erhält eine nachvollziehbare Rückmeldung, wenn Anträge abgelehnt werden sollten. Auch Rederechte sind vorgesehen. Das sind notwendige strukturelle Veränderungen, die echte Mitwirkung ermöglichen. Warum ist das so wichtig? Weil wir damit zeigen, dass wir die Anliegen junger Menschen ernst nehmen. Weil wir damit Vertrauen in die Bezirkspolitik schaffen. Und weil wir somit ganz konkret in und mit diesem Gremium etwas gegen Politikverdrossenheit tun. Viele junge Menschen haben das Gefühl, dass Politik über sie hinweg entscheidet, sie nicht ernst nimmt. Doch wer früh erlebt, dass die eigene Stimme gehört wird und Einfluss hat, entwickelt Vertrauen in demokratische Prozesse. Mit diesem Beschluss heute können wir zeigen: Eure Perspektiven sind nicht nur willkommen – sie haben Gewicht. Gleichzeitig profitieren auch wir als Bezirksverordnete und der Bezirk selbst: Kinder und Jugendliche nehmen ihren Bezirk anders wahr als wir Erwachsene, haben oft einen anderen Blick auf ihren Alltag: auf Schulwege, Freizeitangebote oder öffentliche Räume. Sie sehen Probleme, die wir vielleicht übersehen würden und haben Ideen, auf die wir selbst nicht kommen würden. Diese Perspektiven machen unsere Entscheidungen als BVV besser. Deshalb geht es heute auch um Vertrauen: Vertrauen darin, dass junge Menschen Verantwortung übernehmen können und wollen. Und dass sie uns als Bezirkspolitik vertrauen können. Und es geht um Respekt: Respekt vor der Zeit, dem Engagement und den klaren Forderungen, die im Beteiligungsprozess formuliert worden sind. Ich möchte mich deshalb im Namen der Grünen Fraktion ausdrücklich bei allen bedanken, die daran mitgewirkt haben: bei allen Kindern und Jugendlichen, die sich eingebracht haben, bei den Einrichtungen, Fachkräften und der Verwaltung, die diesen Prozess getragen haben. Sie haben die Grundlage dafür geschaffen, dass wir heute diesen Schritt gehen können.

Johanna Martens

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