Seit dem 4. August hängt ein überdimensionales Wahlplakat des CDU-Kandidaten Thomas Heilmann am Steglitzer Kreisel. Die Fläche hat die CDU von der CG-Gruppe, dem Kreisel-Eigentümer, kostenfrei zur Verfügung gestellt bekommen. Genau das ärgert den Linke-Abgeordneten Hakan Tas. Seiner Ansicht nach verstoße das gegen das Parteiengesetz, weil die Bereitstellung der Fläche eine geldwerte Leistung sei und bei der Bundestagsverwaltung angezeigt werden müsse. Auch SPD-Kreisvorsitzender Ruppert Stüwe bezeichnet die Nutzung der Fläche als „Großspende“ und unterstellt, dass diese „Spende“ des Kreisel-Eigentümers eng mit den Entscheidungen über die Baugenehmigungen zum Umbau des Kreisels verbunden sei.
Nach dem Parteiengesetz muss jede Spende ab 50.000 Euro bei der Bundestagsverwaltung angezeigt werden. Hakan Tas schätzt, dass die „gespendete“ Fläche mehr Wert sei. Heilmann kontert jedoch damit, dass eine beauftragte Wertermittlung einen Wert von 35.000 Euro ergeben habe.
Laut Berliner Morgenpost lässt jedoch ein internes Angebot eines großen Berliner Unternehmens für Außenwerbung, welches der Berliner Morgenpost vorliegt, an der „Wertermittlung“ der CDU zweifeln. Laut diesem Angebot würde bereits eine halb so große Werbefläche in der City West circa 140.000 Euro bei einer Laufzeit von 30 Tagen kosten. Das CDU-Plakat soll sogar 50 Tage lang hängen.
Der Linke-Politiker fordert die Bundestagsverwaltung auf, eine eigene Überprüfung durchzuführen. Laut Berliner Morgenpost erkenne die Bundestagsverwaltung jedoch keinen Verstoß gegen das Parteiengesetz. Zwar stelle die „Zurverfügungstellung“ der Fläche tatsächlich eine Sachspende dar, dennoch erscheine die Wertermittlung der CDU und die parteiinterne Einschätzung, dass der Wert der Fläche unter 50.000 Euro liege, plausibel.
Auch bei der Steglitz-Zehlendorfer SPD erweckt die kostenfreie Nutzung der Fläche Mistrauen. Deshalb habe die SPD den Kreisel-Eigentümer angeschrieben und um Erläuterung des Sachverhalts gebeten, schrieb SPD-Kreisvorsitzender Ruppert Stüwe gestern in einer Pressemitteilung. „Dabei stellte sich heraus, dass die Spende des Kreiseleigentümers eng mit den Entscheidungen über die Baugenehmigungen zum Umbau des Kreisels verbunden ist“, so Stüwe. Denn verantwortlich für die Baugenehmigungen seien die CDU-Bürgermeisterin und die Bezirksverordnetenversammlung, in der die CDU die größte Fraktion stellt.
Dazu erklärt der SPD-Kreisvorsitzende: „Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass eine Partei in unserem Bezirk ihren finanziellen Vorteil zum Maßstab für ihre Entscheidungen macht. Bei der jetzt bekannt gewordenen Spende ist aber genau das der Fall […]Deswegen hoffe ich, dass die Großspende von der CDU ordentlich angezeigt und vom Spender ordentlich versteuert wurde.“
Auch Tas fordert Aufklärung des Vorgangs, „damit kein komischer Nachgeschmack bleibt“.
(eb)













Im Forum Steglitz kommt der Hotdog aus der Maschine. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Im Forum Steglitz kommen jetzt heiße Würstchen im Brötchen aus einem Automaten. Auf Wunsch mit Senf, Gurke und Zwiebeln.
Es gibt zwei gute Nachrichten. Erstens müssen Freunde fragwürdiger Masse im Kunstdarm, nicht mehr zu Ikea fahren, sollte der Heißhunger wieder einmal zu groß werden. Ein Ausflug in die Schloßstraße reicht aus.
Dort gibt es, zweitens, den Hotdog aus der Maschine. Im Forum Steglitz steht seit einigen Tagen „grabbzy“ des Unternehmens MeiCook. Der Roboter baut den Snack jederzeit auf Knopfdruck vollautomatisch zusammen.
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Neuheit im Shoppingcenter: Den Hotdog-Roboter kann man jederzeit bei der Arbeit beobachten. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das geht erstaunlich geräuschlos, und man kann dabei zugucken. Zuerst plumpst eine Pappschale mit Wurst und Brötchen in die nächste Fabrikationsstufe: die obere Plastikfolie wird entfernt. Dann befördert die Maschine das Schälchen in die Aufwärmzone. Nach einigen Sekunden flutscht das ganze wieder raus, und die Wurst erhält ihr Topping, welches bei der Bestellung gewünscht wurde: Senf, Ketchup, Gurke und Zwiebeln.
Die beiden Damen, die wir bei der Order beobachten durften, sind zufrieden: schmeckt gut, sagen sie, und es sei sogar richtig heiß. Mit Senf und Zwiebeln kostet die Mahlzeit 2,90 Euro.
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Auswählen und bezahlen - alles andere macht der Roboter. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das Berliner Unternehmen MeiCook hat den Roboter über einen Zeitraum von rund acht Jahren entwickelt, wie das Centermanagement in einer Mitteilung erklärt. Das Team habe gemeinsam mit einer Berliner Fabrik die Technologie entwickelt und investierte nach eigenen Angaben mehr als eine Million Euro in das Projekt „grabbzy“. Rund 350.000 Euro davon stammen aus nicht rückzahlbaren staatlichen Fördermitteln. Die dabei entwickelten Technologien sind nach Angaben des Unternehmens patentiert. Produziert und weiterentwickelt wird in Tempelhof-Schöneberg.
Das fertige Produkt: maschinell zusammengeschraubter heißer Hund. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
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