Zum Tod des Piratenpolitikers Gerald Claus-Brunner hat die Polizei neue Details bekannt gegeben. Der 44-Jährige soll vor seinem Tod einen jüngeren Mann getötet haben, dessen „Identität noch nicht abschließend geklärt“, teilen die Staatsanwaltschaft und die Berliner Polizei in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Die Bild berichtet, dass es sich dabei um einen Ex-Kollegen handelte, den Claus-Brunner zuvor gestalkt haben soll.
Der Abschiedsbrief des Piratenpolitikers hatte die Polizei am Montagnachmittag zu dessen Wohnung an der Schönhauser Straße geführt. Dort habe sich den Beamten ein „schauriges Bild“ geboten, heißt es im Polizeibericht. Sie entdeckten dort die Leichen der beiden Männer. Die Auffindesituation ließ ein Tötungsdelikt vermuten, so dass eine Mordkommission des Landeskriminalamts die Ermittlungen übernahm. Eine Obduktion hat ergeben, dass Claus-Brunner sich selbst mit einem Stromschlag das Leben genommen hat. Der andere Mann war einige Tage zuvor durch stumpfe Gewalt gegen den Oberkörper getötet worden. Eine schwere Erkrankung, über die Claus-Brunner seine Partei informiert hatte, wurde bei dem 44-Jährigen nicht festgestellt.
Am 23. Juni hatte Claus-Brunner Andeutungen über seinen Selbstmord gemacht. In einer Sitzung des Abgeordnetenhauses sagte er: „und Ihr werdet auch in der laufenden Legislatur für mich am Anfang irgendeiner Plenarsitzung mal aufstehen dürfen und eine Minute Stillschweigen.“
Die Piraten Berlin zeigen sich „zutiefst bestürzt über die Entwicklungen im Zuge der Aufklärung des Freitods von Gerwald Claus-Brunner. Wir trauern mit den Angehörigen und Freunden des Opfers“, schreibt die Partei auf ihrer Internetseite.
Update: Mittlerweile ist die Identität des Opfers geklärt, es handelt sich um Jan L., einen ehemaligen Mitarbeiter Claus-Brunners. Er wurde in seiner Wohnung getötet und anschließend von dem 44-Jährigen in dessen Steglitzer Wohnung gebracht, vermutlich mit einer Sackkarre. Dort tötete sich Claus-Brunner schließlich selbst. Er gestand die Tat in einem Brief, den er kurz vor seinem Selbstmord verschickte. Die Ermittlungen werden eingestellt, da der Täter nicht mehr verfolgt werden kann.
(pol/sn)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner