Drei Schulgebäude der Mühlenau-, die Kronach- und die Sachsenwald-Grundschule in Steglitz-Zehlendorf wurden wegen Einsturzgefahr gesperrt. Statiker hatten bei einer Überprüfung unter anderem Risse im Tragwerk festgestellt. „Wir können zurzeit nicht ausschließen, dass die ganze Deckenkonstruktion versagt“, erklärt Bezirksstadtrat Michael Karnetzki (SPD) auf SN-Nachfrage.
Die Probleme seien bei Statikuntersuchungen in der Mühlenau-Grundschule während der Osterferien festgestellt worden, so Kartnetzki. „Da bekannt war, dass es in den anderen Schulen baugleiche Typenbauten gibt, wurden diese am Freitag und Montag dann ebenfalls untersucht. Auch dort zeigten sich die gleichen Risse.“
Bei den geschlossenen Schulgebäuden handelt es sich um „Mobile Unterrichtsräume“ (MUR), die Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre durch die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin errichtet wurden, um die steigende Zahl von Schülern unterbringen zu können. Die Firma, die sie gebaut hat, gibt es nicht mehr.
Derzeit finden weitere Untersuchungen statt, um festzustellen, ob und mit welchem Aufwand eine Sanierung möglich ist oder ob die Gebäude abgerissen werden müssen. Über einen Zeitplan sei derzeit noch keine Aussage möglich, so der Bezirksstadtrat. In der Zwischenzeit müssen die Klassen – betroffen sind rund 600 Schüler – in den Hauptgebäuden untergebracht werden.
Karnetzki hat auch die anderen Berliner Bezirke über die Probleme informiert, da es auch dort typengleiche Gebäude gibt. In Steglitz-Zehlendorf geht er davon aus, dass es keine weitere Schließungen geben wird. So seien auch die MUR an der Kopernikusschule untersucht worden. Dort handele es sich aber um einen anderen Bautypen, der keine vergleichbaren Probleme aufweise.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: