Im Schuljahr 2019/20 waren die Lehrkräfte an den Schulen der Hauptstadt durchschnittlich 46,9 Jahre jung, der niedrigste Wert seit 20 Jahren. Der Anteil der Berliner Lehrer*innen über 50 Jahre ist im Bundesvergleich trotzdem immer noch sehr hoch.
Im Schuljahr 2015/16 lag das Durchschnittsalter der Berliner Lehrkräfte noch bei 48,4 Jahren, wie die Bildungsverwaltung mitteilt. Vor Beginn des großen Einstellungsbedarfs betrug das Altersmittel in den Schuljahren 2008/09 50,1 Jahre und im Schuljahr 2009/10 sogar 50,3 Jahre.
Im vergangenen Schuljahr waren fast 4 Prozent der Lehrkräfte unter 30 Jahre alt, 46,4 Prozent waren 50 Jahre und älter.
Laut Verwaltung war der Altersdurchschnitt in Spandau mit 45,6 Jahren am geringsten, in Marzahn-Hellersdorf mit 48,2 Jahren am höchsten. Diesen Ost-West-Unterschied zeigt eindrücklich auch eine Länderstatistik, die das Statistische Bundesamt vor kurzem veröffentlichte. Danach waren, wie eine Statista-Grafik anschaulich zeigt, im Schuljahr 2018/19 zwei Drittel aller Lehrer*innen der allgemeinbildenden Schulen in Sachsen-Anhalt über 50 Jahre alt. Berlin lag zwar mit 44,5 Prozent weit nach den östlichen Bundesländern, aber zum bundesweiten Durchschnitt gibt es noch einen Abstand von satten 6,8 Prozentpunkten. Den geringsten Anteil von älteren Lehrern haben mit 26,3% die Schulen im Saarland.
Wer erkennen will, dass die Berliner berufsbildenden Schulen ein massives Nachwuchsproblem haben, muss sich die Zahlen des Bundesamtes näher ansehen. Nur ein Fünftel der Berufsschullehrer*innen ist demnach jünger als 40 Jahre, davon 1,4 Prozent jünger als 30. Über die Hälfte (55,6 %) ist älter als 50.
Solche Details sieht man in der Berliner Bildungsstatistik 2020 vergeblich, dafür gibt es hier ausführliche Zahlen zu den allgemeinbildenden Schulen. Demnach ist vor allem der Anteil der älteren männlichen Lehrkräfte seit 2015 stark zurückgegangen, bei den Frauen weniger stark. Der Anstieg bei den jüngeren männlichen Lehrern ist auch stärker als bei den Lehrerinnen.
Was die Bildungsstatistik außerdem aussagt: Der Trend zu Teilzeit hält an, vor allem Lehrerinnen (die in allen Schulformen in der Mehrzahl sind) haben entschieden, keine volle Stelle haben zu wollen. Insgesamt arbeiten rund ein Drittel aller Lehrer*innen in Teilzeit. Besonders hoch ist ihr Anteil mit 40,3 % an Gymnasien am höchsten (Frauen: 49 %).
Der Anteil der Beamten sinkt. 62,3 % der Berliner Lehrer*innen arbeiten im Angestelltenverhältnis.
Es unterrichten mehr Quereinsteiger*innen, mit 10,1 % ist ihr Anteil an den Grundschulen am höchsten, die Gymnasien haben nur 2 % Mitarbeiter*innen in ihren Reihen, die keine Lehrerausbildung haben. Die Verteilung der Quereinsteiger*innen ist berlinweit höchst unterschiedlich: von Mitte und Neukölln mit rund einem Zehntel bis Steglitz-Zehlendorf mit nur 3,3 %. Die meisten sind zwischen 35 und 44 Jahre alt. An die Grundschulen zieht es vor allem Frauen (72,8%).
Der Lehrerbedarf ist in den nächsten 5 Jahren enorm. 9000 werden in den Ruhestand gehen, dazu werden pro Jahr 300 weitere Lehrer*innen benötigt, weil die Schülerzahlen steigen.
Wer Zeit und Muße hat für 100 Seiten geballte Infos rund um Schulen in Berlin findet beispielsweise Nützliches zu: Unterrichtsausfall (wenig) und Vertretung (viel), Willkommensklassen (reichlich), Ausgaben pro Schüler (voll viel), Ganztag (alle), usw….
www.berlin.de/sen/bildung/schule/bildungsstatistik
Daniela von Treuenfels
berlin-familie.de














Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner