
Vier von insgesamt 51 Freunden des SchlossparkTheaters: Michael von Arps-Aubert, Ursula Marschall, Axel Walter und Sven Bährens (von links) stehen dem Verein vor, es fehlt Holger Thomsen. Foto: Freundeskreis
Ein erhaltenswertes „Kleinod“ sei das SchlossparkTheater – findet Sven Bährens vom Freundeskreis des SchlossparkTheaters in Steglitz. Ende vergangenen Jahres hat sich der Verein „konsolidiert“. Das war nötig gewesen, weil über lange Zeit nicht viel passiert sei.
Bereits 1998 hatte sich der Freundeskreis gegründet – also noch bevor Dieter Hallervorden das Theater 2008 übernahm. Im vergangenen Jahr wurde Bährens auf den darniederliegenden Verein aufmerksam, als er nach einer Möglichkeit suchte, sich in Steglitz zu engagieren. Er setzte sich mit Dieter Hallervorden in Verbindung, der ebenfalls unzufrieden gewesen sei mit der Arbeit des Freundeskreises, erinnert sich Bährens. Schon als Kind kannte der 51-jährige Steglitzer das Theater und kann sich noch gut an die Inszenierungen von Boleslaw Barlog erinnern. Seitdem habe er eine Affinität zu dem Haus, sagt Bährens, der zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt wurde. Wahrscheinlich auch, weil er sich im Bereich der Kultur gut auskennt. Bährens ist Musiker, spielt seit 25 Jahren beim „Palast Orchester & Max Raabe“.
51 Mitglieder hat der Verein im Moment – alte und neue. Die neuen hat man gezielt angesprochen, zum Beispiel bei Schultheatern.
Der größte Wunsch des Freundeskreises ist es, wieder gemeinnützig zu werden, um so Spenden für das Theater sammeln zu können. Derzeit unterstützt der Verein das Theater vor allem mit „Manpower“ sagt Bährens. So übernahm der Freundeskreis bereits Ende vergangenen Jahres die Sonntags-Matinee, organisiert und moderiert sie. Erstmals bot der Verein in diesem Jahr Führungen durch das Ensemble Schlosspark Theater und Gutshaus an, die im kommenden Jahr wieder aufgegriffen werden sollen. Der Freundeskreis unterstützte unter anderem den Infostand des Theaters beim “Interkulturellen Fest“ auf dem Hermann-Ehlers‐Platz, sponserte T-Shirts für den Intersport-Lauf, beteiligte sich gemeinsam mit dem Theater am „Kulturtag im Süden – Jenseits von Mitte“ sowie bei der Versteigerung anlässlich des 100. Wirtschaftsstammtisches Berlin-Südwest. Alles mit dem Ziel, die Aufmerksamkeit für das Schlosspark Theater und so dann auch die Besucherzahlen zu erhöhen. Denn nur so ist es möglich, die Spielstätte zu erhalten. „Für uns ist das Theater ein großer Fixpunkt im Südwesten“, so Bährens. Theater wie dieses finde man sonst nur in Mitte. Deshalb ist es dem Verein auch wichtig, langfristig und nachhaltig mitzuwirken. „Vieles ruht im Moment auf den Schultern von Dieter Hallervorden, und er wird damit etwas hinterlassen, was nicht einfach aufhören darf,wenn sich dieser dankbare Zustand einmal verändert“, so Bährens.
(go)












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