Symbolbild: Sebastian Göbel / pixelio.de
Wie bereits mit einer Pressemitteilung am 15.6.2020 berichtet, baut der Fachbereich Tiefbau aktuell zur Überquerung der Curtiusstraße westlich der Kreuzung einen Fußgängerüberweg (FGÜ/ Zebrastreifen).
Außerdem werden Gehwegvorstreckungen gebaut, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Fußgängerinnen und Fußgängern wird somit das Überqueren der Straße erleichtert. Des Weiteren wird der Kreuzungsbereich asphaltiert und das Großsteinpflaster entnommen.
In den letzten Tagen hat das Bezirksamt positive aber auch negative Rückmeldungen zu diesem Bauvorhaben erhalten. Unter anderem werden dem Bezirksamt Planungsfehler vorgeworfen. Daher möchten wir Folgendes mitteilen:
Der FGÜ Curtiusstraße ist in der „AG Fußgängerquerungsanlagen“ bei der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz im Jahr 2016 beraten und befürwortet worden. Am 19.05.2016 hatte dazu ein Ortstermin stattgefunden.
Bei einer Verkehrszählung in der Curtiusstraße im Vorfeld des Ortstermins wurden am 7.4.2016 in der Spitzenstunde des Fußgängerverkehrs (17:00 18:00) gezählt: 194 querende zu Fuß Gehende und 485 Kfz.
Nach der Tabelle 2 gemäß Einführungserlass vom 4. März 2008 ist bei diesen Verkehrsbelastungszahlen ein „FGÜ möglich“.
In der R-FGÜ 2001, Abschn. 2.1 (2) steht:
„FGÜ dürfen nicht angelegt werden in der Nähe von Lichtzeichenanlagen (LZA) …“
Diese Vorschrift soll verhindern, dass zu Fuß Gehende die sicherste Überquerungsmöglichkeit LZA meiden, weil ein FGÜ in unmittelbarer Nähe liegt. Im Fall der Curtiusstraße ist die nächste LZA (an der Einmündung Drakestraße) ca. 90 m von dem neuen FGÜ entfernt. Die örtlichen Verhältnisse sind so, dass kein zu Fuß Gehender den Umweg vom S-Bhf. Lichterfelde West in die südliche Gegend über die LZA Drakestraße laufen würde. Für die vielen querenden Fußgänger an der Baseler Straße wird ein FGÜ benötigt.
Die Gehwegvorstreckungen, die an der gesamten Kreuzung vorgesehen sind, sollen die Wege für die Fußgänger*innen über die Fahrbahn verkürzen. Dies ist insbesondere für langsame zu Fuß Gehende wichtig. Zwischen den Vorstreckungen verbleibt aber genügend Fahrbahnbreite, um Begegnungen im Kfz-Verkehr problemlos zu ermöglichen. Auch für abbiegende Kfz ändert sich wenig.
Ein Verkehrschaos durch die Anlage eines FGÜ wird vom Bezirksamt nicht befürchtet.
(BA Steglitz-Zehlendorf)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner