Im Auftaktspiel zum 13. Spieltag der Oberliga-Nord des Nordostdeutschen Fußballverbands (NOFV) zogen die Zehlendorfer bei Tennis Borussia mit 1:3-Toren den Kürzeren. Neidlos muss man den Sieg der Charlottenburger anerkennen. Auch wenn den Herthanern bei diversen Niederlagen in der Vergangenheit immer ein positives Zeugnis ausgestellt wurde, so gibt es diesmal an der Überlegenheit des Berliner Traditionsclubs nicht den Hauch eines Zweifels.
Die Zehlendorfer erwischten bei kühlen Temperaturen am Freitagabend einen Start nach Maß und konnten bereits nach drei Minuten in Führung gehen. Nach einem schnell ausgeführten Einwurf durch Niclas Warwel, kam Maxi Obst in Ballbesitz und überwand mit einem gekonnten Heber den herausstürzenden Torhüter Varrelmann. Zehlendorf konnte aber nicht lange von diesem Blitzstart profitieren. Jian Schleiff, in den letzten Spielen immer mit Bestnoten ausgezeichnet, hatte diesmal auf der linken Abwehrseite mit seinem Gegenspieler, dem ehemaligen „03er“ Cüneyt Top, mehr Mühe als ihm lieb sein konnte.
So kam in der zehnten Spielminute Schleiff einen Schritt zu spät und brachte dabei seinen Widersacher zu Fall. Den fälligen Strafstoß verwandelte Huke unhaltbar. In der Folge bekamen die Charlottenburger durch ihr schnelles Direktspiel immer mehr Oberwasser. In der Mitte war der agile Rehbein als Spiritus Rector seiner Mannschaft kaum zu stoppen und auch die beiden Außenspieler Gelici (über links) und Top sorgten immer wieder für brandheiße Situationen vor dem Zehlendorfer Tor.
In der 38. Minute musste Huke das Spielfeld verletzungsbedingt verlassen und der für ihn eingewechselte Richter hatte dann mit seinem ersten Ballkontakt den Führungstreffer auf dem Fuß. Der Ball ging aber nur ans Außennetz. Auf der Gegenseite verhinderte Torhüter Varrelmann kurz vor dem Pausenpfiff des gut leitenden Schiedsrichters Nico Savoly (Berkenbrück) die erneute Führung der Gäste, als er einen platzierten Kopfball des Zehlendorfer Kapitäns Schröder noch von der Linie kratzen konnte.
Schon kurz nach Wiederanpfiff untermauerten die Hausherren ihre Siegesambitionen. In der 47. Minute konnte Zehlendorfs Keeper Nico Hinz noch einen strammen Flachschuss in höchster Not zur Ecke lenken. Doch nur drei Minuten später durfte er das Spielgerät zum zweiten Mal an diesem Abend aus dem Netz holen. Mit einem kurzen Haken erwischte Rehbein den Zehlendorfer Abwehrchef Schröder auf dem falschen Bein und sein Schuss, flach ins lange Eck, war für TW Hinz nicht zu halten. Als schließlich auch noch in der 58. Minute Top ungehindert in den Strafraum marschierte und zur 3:1-Führung traf, war das Schicksal der Herthaner besiegelt. Die Hausherren, die (zumindest an diesem Abend) auf mehreren Positionen individuell besser besetzt waren, wirkten präsenter und souveräner. Da auch bei Zehlendorf der eine oder andere Spieler nicht an seine Normalform anknüpfen konnte, hatten die Tennis Borussen wenig Mühe, das Spiel bis zum Ende zu kontrollieren und ihren erst zweiten Heimsieg ins Ziel zu retten.
Hertha 03 spielte mit: Hinz – Mentes, Schröder, Hopprich, Schleiff (68. Ryberg) – Niroumand, Obst – Warwel, Zellner, Bokake-Befonga (46. Gakpeto) – Ademi
Tore: 0:1 (3.) Obst, 1:1 (10.) Huke FE, 2:1 (50.) Rehbein, 3:1 (58.) Top
(hain)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner