
"Wir sind Lankwitz": Mit diesem Plakat wollen Jugendliche die Seniorinnen in der Mudrastraße unterstützen.Foto: Bunker
Unterstützung für die Seniorinnen in den Senioren-Wohnhäusern Mudrastraße: Mit einer Kunstaktion zeigten Jugendliche, die die Outreach – Mobile Jugendarbeit besuchen, ihre Verbundenheit mit den Seniorinnen, die derzeit darum kämpfen, ihre Wohnungen nicht zu verlieren.
Kilian malte den Comic-Helden „Daredevil“, der für die Gerechtigkeit kämpft, Loredana einen Baum mit zwei Eulen, die symbolisieren sollen, dass man nicht einsam sein sollte, Madlen ein rotes Herz, „gemeinsam sind wir stark“ hat sie dazu geschrieben. Auch ein gemeinsames Plakat fertigten die Jugendlichen am Montagnachmittag: „Wir sind Lankwitz – Jung und Alt zusammen“.
Entstanden sei die Idee während der jüngsten Stadtteilrunde, berichtet Stefan vom Scheidt vom Outreach-Team. Im Seniorenwohnhaus habe man getagt und so von den Nöten und Sorgen der hier wohnenden Frauen erfahren. „Das sind offene und interessierte Bürgerinnen. Die haben es nicht verdient, dass man mit ihnen nicht redet“, so vom Scheidt. Die Idee, die Seniorinnen zu unterstützen und Öffentlichkeit herzustellen, war schnell geboren und wurde auch von den Jugendlichen mitgetragen. Die bekämen so mit, dass so, wie sie sich beispielsweise für ihre Fußballkäfige einsetzen, die Senioren ähnliche Projekte hätten, um die sie kämpfen müssten.
Neben der Solidarisierung geht es vom Scheidt mit der Aktion aber auch darum, die Generationen ins Gespräch miteinanderer zu bringen, so dass es einen regelmäßigen Austausch gibt zwischen den Jugendlichen von Outreach und den Seniorinnen in der Mudrastraße. Die freuten sich über den Besuch der Jugendlichen, doch dass sie etwas bewirken werden, daran hatten die Damen ihre Zweifel. „Sie können uns ja doch nicht helfen“, sagte ein Mitbewohnerin. „Aber es rüttelt vielleicht andere auf“, hielt Gudrun Laufer entgegen, „sie sollen sehen, dass sie mit uns nicht machen können, was sie wollen“.
Dass die Bilder nicht irgendwo verschwinden, sondern im Rathaus ausgestellt werden, darum wollen sich die Seniorinnen und Outreach gemeinsam bemühen.
(go)












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
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