Dieser Anblick sorgte bei Anwohnern für Proteste: die gerodeten Hecken am Nieritzweg. Archiv-Foto: Gogol

Um zukünftige „Heckendesaster“ zu vermeiden, beschlossen die Bezirksverordneten einstimmig, dass zukünftig bei geplanten umfangreichen Heckenrodungen oder Eingriffen in Parks, Grünanlagen und Plätze die betroffenen Anwohner und der zuständige Ausschuss informiert werden müssen. Wenn es Anregungen von den Betroffenen gibt, sind diese vom Bezirksamt zu prüfen.

Im Oktober vergangenen Jahres hatte das Grünflächenamt eine „Umgestaltung des Straßenbegleitgrüns“ angekündigt – dass darunter die Rodung zahlreicher Hecken im Bezirk, etwa am Nieritzweg, zu verstehen war, war weder Anwohnern noch Bezirkspolitikern klar. Die Arbeiten führten zu zahlreichen Bürgerprotesten und zu berlinweiter medialer Aufmerksamkeit. Unter diesem Druck wurden die Arbeiten dann schließlich vorübergehend eingestellt. „Hinterlassen wurde eine 600 Meter lange Schneise der Verwüstung im Nieritzweg, die mit hohem finanziellem Aufwand wieder geschlossen werden muss. Dies wäre durch eine rechtzeitige und vollständige Information der genannten Gruppen zu verhindern gewesen“, begründete die Piraten-Fraktion ihren Antrag.

(sn)