Gegen die Stimmen der Piratenpartei beschlossen die Bezirksverordneten Steglitz-Zehlendorf eine Veränderungssperre für das Grundstück Lückhoffstraße 17. Damit wollen sie verhindern, dass das Landhaus aus den 1930er Jahren abgerissen und durch eine „ortsbildsfremde“ Bebauung ersetzt wird.
Bereits in den vergangenen Jahrzehnten sei in der Villenkolonie Nikolassee wertvolle historische Bausubstanz verloren gegangen, heißt es in der Begründung zur Vorlage des Bezirksamtes. „Der wertvolle städtebauliche Charakter der Villen- und Landhauskolonie ist weiterhin durch Abriss- und Neubauvorhaben akut gefährdet.“ So war für das Grundstück Lückhoffstraße 17 Anfang 2013 der Antrag gestellt worden, das Haus abzureißen und an seiner Stelle ein Mehrfamilienhaus mit drei Wohnungen und Tiefgarage zu errichten. Aufgrund des bestehenden Planungsrechtes könne das Vorhaben nicht abgelehnt werden, obwohl es dem Ziel, die Struktur der Villen- und Landhauskolonie zu erhalten, widerspreche. Um sicher zu gehen, dass das Grundstück nur in einer „Art und Weise bebaut wird, die der vorhandenen Umgebung entspricht“, war die Veränderungssperre notwendig geworden. Sie soll – zunächst – nur für dieses eine Grundstück gelten, da nur dieses durch ein aktuelles Projekt bedroht ist.
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(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: