
Ilja Richter und Barbara Kreisler-Peters würdigen mit einem Liederabend im Schlosspark-Theater die Arbeite Georg Kreisels. Foto: DERDEHMEL/Urbschat
Es sollte eigentlich ein Liederabend zu dritt werden, nun werden Barbara Kreisler-Peters und Ilja Richter ab dem 4. Juni zu zweit auf der Bühne stehen und damit den Wunsch des vor vier Jahren verstorbenen Georg Kreisels erfüllen. „Liebeslieder am Ultimo“ heißt das Programm, das ab 20 Uhr Premiere feiert.
Mit Wiener Charme, schwarzem Humor und spitzer Zunge hat der Komponist, Sänger und Dichter sowie Altmeister des Wiener Kabaretts in seinen Liedern und Texten den Alltag der Mitmenschen aufs Korn genommen. Hans Weigel, österreichischer Schriftsteller und Kritiker, schrieb über Georg Kreisler: „Er ist ein Dichterkomponistchansonnierpianist, wie es keinen zweiten dieser Art gegeben hat, gibt oder geben wird, also ist er zweifellos auch der Beste, den es in dieser Art gibt. … Kreislers Schöpfungen sind Lieder, die keine Lieder sind, sondern Chansons, die keine Chansons sind, sowohl lyrische Dichtungen mit Musikbegleitung als auch Musikstücke mit Textbegleitung, aber sie sind weder das eine noch das andere wirklich. Sie sind sehr heiter, aber auch tieftraurig, ihr Pessimismus ist amüsant, ihre Spaßhaftigkeit beängstigend; und wenn wir genau wüssten, was das eigentlich bedeu- tet: kabarettistisch, dann könnten wir sagen, dass sie nicht kabarettistisch sind.“ Im November 2011 ist er verstorben.
Eine Auswahl werden die Ehefrau des Verstorbenen und Ilja Richter mit Unterstützung der Klaviervirtuosin Sherri Jones in einem neuen, erstmals aufgeführten Bühnenprogramm auf der Bühne des Schlosspark Theaters präsentieren.
Barbara Kreisler-Peters sagt über das neue Programm: „Konstantin Wecker hat Georg in einer Laudatio einen ‚verzweifelt Liebenden‘ genannt. Ich glaube, das ist sehr zutreffend. Er hat sich immer wieder mit der Liebe in jeglicher Form beschäftigt, und da gerade seine Platte ‚Liebeslieder am Ultimo‘ von Preiser Records als CD neu aufgelegt wurde, beschloss ich, diesen Titel für meinen und Iljas Kreisler -Abend zu nehmen. Die Lieder sind hinreißend, berührend, frech, absurd, zärtlich, erotisch, makaber, poetisch.“
Die deutsche Schauspielerin Barbara Kreisler-Peters wurde hauptsächlich durch ihre Zusammenarbeit mit Georg Kreisler bekannt, dessen Partnerin sie seit 1977 auf der Bühne und im Leben war. Gemeinsam veröffentlichten sie zahlreiche LPs und CDs.
Der Berliner Schauspieler, Sänger und Moderator Ilja Richter begann seine Karriere schon als Kind beim RIAS und stand bereits mit neun Jahren erstmals auf einer Theaterbühne. Am Schlosspark Theater, wo er in einer Kinderrolle neben Martin Held und Curt Bois debütierte, brillierte er in den letzten Jahren in den Stücken „Die Socken Opus 124“ (mit Dieter Hallervorden), „Monsieur Ibrahim und die Blumen des Koran“ sowie als Theo Lingen in „Komiker aus Versehen“.
Die Pianistin Sherri Jones verbindet eine intensive Zusammenarbeit mit Georg Kreisler. Seine ungewöhnlichen, furiosen Klavier-Kompositionen hat sie uraufgeführt und auf CD eingespielt.
„Liebeslieder am Ultimo“ von Georg Kreisler, Premiere: 4. Juni 2015, 20 Uhr weitere Vorstellungen im Schlosspark Theater vom 5. bis 7. und 18. bis 23. Juni 2015












Im Forum Steglitz kommt der Hotdog aus der Maschine. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Im Forum Steglitz kommen jetzt heiße Würstchen im Brötchen aus einem Automaten. Auf Wunsch mit Senf, Gurke und Zwiebeln.
Es gibt zwei gute Nachrichten. Erstens müssen Freunde fragwürdiger Masse im Kunstdarm, nicht mehr zu Ikea fahren, sollte der Heißhunger wieder einmal zu groß werden. Ein Ausflug in die Schloßstraße reicht aus.
Dort gibt es, zweitens, den Hotdog aus der Maschine. Im Forum Steglitz steht seit einigen Tagen „grabbzy“ des Unternehmens MeiCook. Der Roboter baut den Snack jederzeit auf Knopfdruck vollautomatisch zusammen.
[caption id="attachment_104371" align="aligncenter" width="300"]
Neuheit im Shoppingcenter: Den Hotdog-Roboter kann man jederzeit bei der Arbeit beobachten. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das geht erstaunlich geräuschlos, und man kann dabei zugucken. Zuerst plumpst eine Pappschale mit Wurst und Brötchen in die nächste Fabrikationsstufe: die obere Plastikfolie wird entfernt. Dann befördert die Maschine das Schälchen in die Aufwärmzone. Nach einigen Sekunden flutscht das ganze wieder raus, und die Wurst erhält ihr Topping, welches bei der Bestellung gewünscht wurde: Senf, Ketchup, Gurke und Zwiebeln.
Die beiden Damen, die wir bei der Order beobachten durften, sind zufrieden: schmeckt gut, sagen sie, und es sei sogar richtig heiß. Mit Senf und Zwiebeln kostet die Mahlzeit 2,90 Euro.
[caption id="attachment_104373" align="aligncenter" width="300"]
Auswählen und bezahlen - alles andere macht der Roboter. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das Berliner Unternehmen MeiCook hat den Roboter über einen Zeitraum von rund acht Jahren entwickelt, wie das Centermanagement in einer Mitteilung erklärt. Das Team habe gemeinsam mit einer Berliner Fabrik die Technologie entwickelt und investierte nach eigenen Angaben mehr als eine Million Euro in das Projekt „grabbzy“. Rund 350.000 Euro davon stammen aus nicht rückzahlbaren staatlichen Fördermitteln. Die dabei entwickelten Technologien sind nach Angaben des Unternehmens patentiert. Produziert und weiterentwickelt wird in Tempelhof-Schöneberg.
Das fertige Produkt: maschinell zusammengeschraubter heißer Hund. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Stadtrand-Nachrichten finanzieren sich durch Spenden ihrer Leserinnen und Leser.
Wenn es Ihnen hier gefällt, Sie etwas Spannendes entdeckt oder etwas Neues gelernt haben, können Sie uns via Paypal ein Trinkgeld dalassen.
Herzlichen Dank!