Roots and Routes: The Black Locust and Colonial Entanglements – Vortrag und Diskussion


6. November 2025

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Im Rahmen der diesjährigen Berlin Science Week richtet der Fachbereich Kultur in Zusammenarbeit mit dem Botanischen Garten und Museum eine Veranstaltung aus, die sich mit der kolonialen Vergangenheit und ökologischen Zukunft von Pflanzen auseinandersetzt. Im Fokus des Vortrages steht die Robinie, deren Reise die Journalistin und Künstlerin Charlotte Ming von ihren Ursprüngen in Nordamerika über ihre Einführung in Europa bis hin zu ihrer späteren Verpflanzung nach Qingdao während der deutschen Kolonialherrschaft darlegt und dabei die Frage aufwirft, wie und was ein einzelner Baum über Kolonialgeschichte und Migration erzählen kann. Heute prägt der Baum das städtische Leben in China, von seinen duftenden Blüten, bis hin zu dem Schatten, den er auf die Straßen der Stadt wirft – während seine vielschichtige Geschichte weitgehend verborgen bleibt.

Die Veranstaltung stellt Mings Projekt vor und eröffnet eine breitere Diskussion über Pflanzen als Träger von Erinnerung und Macht: koloniale Vergangenheit, sich verändernde Ökologien, invasive Arten und die kulturellen Bedeutungen, die wir der natürlichen Welt beimessen.

Im Anschluss an Mings Präsentation wird ein Panel mit den Expertinnen Prof. Dr. rer. nat. Katharina Stein und Aouefa Amoussovi diese Verflechtungen untersuchen und das Publikum dazu einladen, über die vielen Routen – botanischer, historischer und kultureller Art – nachzudenken, die uns durch Pflanzen verbinden.

 

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