Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Vom 19. bis 29. Juli tagt das UNESCO-Welterbekomitee in Busan, Südkorea. Auf seiner 48. Sitzung berät das Gremium über die Aufnahme neuer Stätten in die Welterbeliste.
Für die UNESCO-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt sind rund 30 Stätten nominiert. Deutschland hat die im Stil des Neuen Bauens errichteten Waldiedlung Zehlendorf zur Aufnahme in die Welterbeliste vorgeschlagen. Die Wohnanlage soll als Teil der Siedlungen der Berliner Moderne anerkannt werden, die bereits seit 2008 zum Menschheitserbe gehören.
Zu den Nominierten gehört beispielsweise auch darunter das Teatro Amazonas in Manaus und das Teatro da Paz in Belém, die vom Kautschuk-Boom im Brasilien des ausgehenden 19. Jahrhunderts zeugen. Auf Antrag Frankreichs wird das Komitee zudem über die Aufnahme der alliierten Landungsstrände von 1944 in der Normandie in die UNESCO-Liste beraten. Das UNESCO-Komitee wird zudem den Erhaltungszustand von rund 150 Welterbestätten prüfen, insbesondere der 53 Orte, die zurzeit auf der Liste des gefährdeten Welterbes verzeichnet sind. Sie sind etwa durch Kriege, den Klimawandel, Naturkatastrophen oder Baumaßnahmen bedroht.
Das UNESCO-Welterbekomitee ist das wichtigste mit der Umsetzung der Welterbekonvention betraute Gremium. Es entscheidet in der Regel jährlich über die Einschreibung neuer Kultur- und Naturstätten in die Welterbeliste und befasst sich mit dem Erhaltungszustand eingeschriebener Stätten. Auf der Liste des UNESCO-Welterbes stehen derzeit 1.248 Kultur- und Naturstätten in 170 Ländern. 53 davon gelten als bedroht. Deutschland verzeichnet aktuell 55 Welterbestätten.
Dem Komitee gehören 21 Vertragsstaaten der Welterbekonvention an. Derzeit zählen dazu Armenien, Aserbaidschan, Bangladesch, Grenada, Jamaika, Kasachstan, Kenia, Kuwait, Libanon, die Mongolei, Peru, Polen, die Schweiz, Senegal, Südkorea (Vorsitz), Tansania, Togo, Türkei, Tschechien, die Ukraine und Vietnam.
Daniela von Treuenfels / PM
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