
Foto: Daniela von Treuenfels
Lichterfelde hat einen neuen Stadtplatz. Die klimaangepasste Grünfläche zwischen Goerzallee und Osteweg wird am 4. Juli offiziell eingeweiht.
Der kleine Park am Rande des ehemaligen Telefunkenwerks bzw der ehemaligen McNair-Kaserne der US-Streitkräfte soll einerseits eine Erholungsfläche für die Anwohner sein. Zugleich soll die Anlage helfen, die Stadt besser an extreme Wetterbedingungen wie Hitze und Starkregen anzupassen.
Basis dafür bildet eine regionale Wildwiesenmischung, die an das lokale Klima angepasst ist. Ergänzt wird sie durch 39 neue Bäume – überwiegend heimische, klimarobuste Arten wie Feld-Ahorn, Weißdorn und Wildapfel – sowie zwei zusätzliche Blühwiesenbereiche. Die gezielte Auswahl robuster Pflanzenarten für die rund 12.000 Quadratmeter soll den Bewässerungs- und Pflegeaufwand reduzieren, die biologische Vielfalt fördern und das städtische Mikroklima verbessern. Regenwasser kann künftig direkt auf der Fläche versickern und entlastet somit die Berliner Kanalisation. Die Kosten von 1,17 Mio Euro teilen sich das Land Berlin und die Deutsche Bahn.

Alles so schön bunt hier: auf der Wiese am 4. Juli sprießen hübsche und robuste Blumen. | Foto: Daniela von Treuenfels
Die Maßnahme kompensiert Eingriffe in den Naturhaushalt, die im Zusammenhang mit dem Ausbau der Fernbahngleise der Dresdner Bahn südlich des Bahnhofs Südkreuz erforderlich waren. Damit südlich des Bahnhofs Südkreuz neue Fernbahngleise östlich der bestehenden S-Bahn-Trasse entstehen konnten, müssen Eingriffe in den Naturhaushalt ausgeglichen werden. Dies geschieht durch Projekte wie die Entsiegelung des Platzes des 4. Juli, die einen ökologischen Ausgleich schaffen.

Ergebnis der Bürgerbeteiligung: der Übungsraum für Fahrschüler bleibt erhalten. | Foto: Daniela von Treuenfels
In die Planung wurden Nutzer und Anwohner einbezogen. So konnte ein Teil der Fläche als Übungsplatz für Fahrschulen erhalten bleiben. Kontroversen gab es um den Erhalt von Parkplätzen, die Stadtrand-Nachrichten berichteten. Das Bezirksamt realisierte schließlich eine Kompromisslösung: Auf den verbliebenen Platzflächen sowie entlang der Goerzallee wurden schräg angeordnete Stellplätze eingerichtet. Dadurch können auf gleicher Fläche mehr Fahrzeuge untergebracht werden, ohne den Straßenraum zu verbreitern. Entlang der Goerzallee dürfen künftig ausschließlich Pkw parken. Engstellen durch Anhänger oder überbreite Fahrzeuge sollen so vermieden und Gehwege freigehalten werden. Die südlichste Stellplatzreihe wird als Kurzzeitparkzone ausgewiesen.
Der verantwortliche Stadtrat Urban Aykal lädt am Samstag, den 4. Juli, zur offiziellen Eröffnung ein. Beginn ist um 15 Uhr.
Daniela von Treuenfels
Infos zum Projekt: https://gruen-berlin.de/projekte/urbane-freiraeume/platz-des-4-juli/ueber-das-projekt
Die Stadtrand-Nachrichten finanzieren sich durch freiwillige Zahlungen ihrer Leserinnen und Leser.
Wenn es Ihnen hier gefällt, Sie etwas Spannendes entdeckt oder etwas Neues gelernt haben, können Sie uns via Paypal ein Trinkgeld dalassen.
Herzlichen Dank!
Hier geht es zu unserem Paypal-Konto












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]