
„Alles halb so schlimm! Alt sein für Anfänger“ feierte am 29. Oktober Premiere im Schlosspark Theater. Foto: DERDEHMEL/Urbschat
Heiter, witzig, ironisch und zugleich sehr tiefgründig war der Premierenabend des neuen Stücks von Helmut Baumann. Gemeinsam mit Daniela Ziegler bringt der ehemalige Intendant des Theaters des Westens ein neues Programm auf die Bühne des Schlosspark Theaters, das auf Gedichten von Lida Winiewicz zum Thema Älterwerden basiert.
Ein Mann und eine Frau treffen sich nach vielen Jahren wieder. Einst waren sie ein Paar. Jetzt sind die Beiden über 70 und haben ihre Leben unabhängig voneinander gelebt. Gealtert sind sie natürlich, doch haben sie sich ihren Humor, ihren jugendlichen Charme und ihre Lebensfreude bewahrt.
In Gedichten, Prosastücken und Liedern erzählen Helmut Baumann und Daniela Ziegler kleine Geschichten über das Älterwerden und Alt sein, über kostbare Erinnerungen und neue Erlebnisse, über den gebrechlichen, alten Körper und die noch immer junge Seele darin. Trotz Wehwehchen und der Einsamkeit ist die Pointe des Stücks unverkennbar optimistisch – „Alles halb so schlimm“ eben.
Mit Gewitztheit und sehr viel Klasse bringt das Schauspieler-Duo das Thema des Seniorendaseins ins Rampenlicht. Es ist ein Theaterabend, der die Zuschauer gleichermaßen amüsiert und zum Nachdenken bewegt. Und obwohl die Hauptzielgruppe des Stücks so um die 70 sein dürfte, kommt bei dieser unterhaltsamen Aufführung auch deutlich jüngeres Publikum voll auf seine kosten.
Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet Helmut Baumann und die österreichische Autorin Lida Winiewicz. Zuletzt inszenierte Baumann ihr Stück „Paradiso“ an der Komödie am Kurfürstendamm mit Christine Ostermeier und Hansi Jochmann. Auch mit der bekannten deutschen Schauspielerin, Sängerin und Musical-Darstellerin Daniela Ziegler arbeitet Helmut Baumann bereits seit Jahren zusammen. Gemeinsame Projekte gab es unter anderem am Berliner Theater des Westens.
Die Songs für das Stück schrieb der Berliner Komponist Thomas Zaufke, wobei die Liedtexte ebenfalls aus der Feder von Lida Winiewicz stammen. Für die musikalische Begleitung der beiden Schauspieler sorgt der Pianist Nikolai Orloff.
Am Sonnabend, 29. Oktober, feierte „Alles halb so schlimm! Alt sein für Anfänger“ Premiere im Schlosspark Theater. Weitere Vorstellungen gibt es im November und Dezember. Karten und weitere Informationen unter www.schlosspark-theater.de
(eb)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner