
Die sechs Mitglieder des neu konstituierten Bezirksamts Steglitz-Zehlendorf, v.l.n.r.: C. Böhm, C. Richter-Kotowski, M. Schellenberg, T. Richter, M. Karnetzki, U. Aykal (Bild: Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf)
Der 8. Dezember 2021 wird als historischer Tag in die Geschichte des Bezirks Steglitz-Zehlendorf eingehen: Mit Maren Schellenberg wird erstmals eine Politikerin von Bündnis 90/Die Grünen Bezirksbürgermeisterin.
Ein Dreiparteienbündnis aus Grünen, SPD und FDP erreichte die erforderliche Mehrheit. Neu ins Bezirksamt ziehen Urban Aykal (Bündnis 90/Die Grünen) als Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen, sowie Tim Richter (CDU), Ressortchef für Bürgerdienste und Soziales, ein. Cerstin Richter-Kotowski (CDU), stellv. Bezirksbürgermeisterin und neue Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport und Michael Karnetzki (SPD), neuer Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung, wechseln ihren Verantwortungsbereich. Carolina Böhm (SPD), Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit, behält ihren bisherigen Geschäftsbereich.
In seiner konstituierenden Sitzung am 08.12.2021 hat das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf die Organisation und Übertragung der Geschäftsbereiche wie folgt beschlossen:
Maren Schellenberg (Bündnis 90/Die Grünen)
Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Finanzen, Personal, Wirtschaftsförderung und Facility Management
Maren Schellenberg war seit 2016 Bezirksstadträtin für Immobilien, Umwelt und Tiefbau. Als Bezirksbürgermeisterin möchte sich die Juristin für eine effektive, moderne und digitale Verwaltung einsetzen und das Bezirksamt als attraktiven Arbeitgeber weiterentwickeln. Die Sanierung der öffentlichen Gebäude, insbesondere der Schulen, ist ihr ein weiteres wichtiges Anliegen.
Cerstin Richter-Kotowski (CDU)
Stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport
Als Bezirksstadträtin für Bildung, Kultur und Sport möchte Cerstin Richter-Kotowski ihren großen Erfahrungsschatz, den sie u.a. als Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf erworben hat, einbringen. Besonders liegt ihr am Herzen, dass die Schulbauoffensive weitergeführt wird, damit der Sanierungsstau an den Schulen im Bezirk endlich abgebaut werden kann. Frau Richter-Kotowski ist es auch wichtig, dass – sobald es die Pandemie zulässt – Kulturveranstaltungen wieder in Präsenz durchgeführt werden – sei es in der Musikschule, in der Schwartzschen Villa oder in den attraktiven Bibliotheken des Bezirks.
Urban Aykal (Bündnis 90/Die Grünen)
Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen
Als neuer Bezirksstadtrat für Ordnung, Umwelt- und Naturschutz, Straßen und Grünflächen möchte Urban Aykal den Umweltverbund stärken und die Verkehrswende in Steglitz-Zehlendorf vorantreiben. Sein Ziel ist es, den öffentlichen Raum im Sinne der Klimaneutralität für alle lebenswert zu gestalten. Herr Aykal ist Politologe, Steglitzer und war zuletzt als persönlicher Referent von Monika Herrmann, der Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, tätig.
Michael Karnetzki (SPD)
Bezirksstadtrat für Stadtentwicklung
Michael Karnetzki ist seit 2012 Mitglied des Bezirksamtes. Er übernimmt mit dem Stadtentwicklungsamt einen neuen Geschäftsbereich. Sein Anliegen ist es, dass Steglitz-Zehlendorf in fünf Jahren nicht mehr Schlusslicht in Sachen Wohnungsneubau unter den Berliner Bezirken ist. Dabei geht es ihm nicht zuletzt um bezahlbares Wohnen für alle Einkommensgruppen. Deshalb sollen auch Milieuschutz in Steglitz-Zehlendorf umgesetzt, die vorhandenen Instrumente des Bezirks zum Schutz von Mieterinnen und Mietern vor Verdrängung genutzt werden. Das neue Wohngebiet in Lichterfelde-Süd soll sich gegenüber seinen Nachbarn in der Woltmann- und Thermometersiedlung nicht abschotten, sondern einen integrierten neuen Stadtraum bilden.
Tim Richter (CDU)
Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Soziales
Bürgerservices beschleunigen und deren Angebote ausweiten, möchte Tim Richter, der heute als neuer Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Soziales gewählt wurde. Für den 40-Jährigen bedeutet das auch, mehr Angebote im digitalen Bereich zu schaffen. Besonders in diesen angespannten Pandemie-Zeiten möchte Richter sich für sozialen Zusammenhalt, soziale Sicherheit und schnelle Hilfen für Notleidende und Hilfsbedürftige einsetzen.
Carolina Böhm (SPD)
Bezirksstadträtin für Jugend und Gesundheit
Als Jugendstadträtin steht bei ihr die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen immer im Mittelpunkt. Neue Räume müssen geschaffen und in die vorhandenen muss mehr investiert werden, dabei müssen die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen einfließen und ernst genommen werden. Dies gilt besonders für spezifische Gruppen, wie zum Beispiel Queer-Jugendliche.
Die Wahl der neuen Bezirksbürgermeisterin fällt mit dem Tag der Wahl des neuen Bundeskanzlers im Deutschen Bundestag zusammen. Sowohl auf Bundes-, als auch auf Bezirksebene bildet die sogenannte „Ampel“ in der kommenden Legislaturperiode eine Mehrheit. Die drei Parteien der „Südwest-Ampel“ hatten sich am 26. November 2021 auf einen Zählgemeinschaftsvertrag geeinigt.
(BA Steglitz-Zehlendorf)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
[caption id="attachment_104237" align="aligncenter" width="622"]
Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner