
v.r.n.l.: Sabine Moser, Dorit Grieser und Stephan Voß der Initiative Bürger*innenbeteiligung Lichterfelde Ost
Bürger*innenbeteiligung ist eines der zentralen Elemente für die Entwicklung der Berliner Bezirke und der jeweiligen Kieze hin zu einem für alle Bewohner*innen lebenswerten, vielfältigen und demokratischen Gemeinwesen.
Vor diesem Hintergrund hat der Berliner Senat zur Umsetzung der von ihm entwickelten „Leitlinien für Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern an Projekten und Prozessen der räumlichen Stadtentwicklung“ in den Jahren 2020 und 2021 für alle Bezirke jeweils 250.000 € in den Landeshaushalt eingestellt insbesondere zur Einrichtung und zum Betrieb bezirklicher Anlaufstellen für Bürger*innenbetei ligung (Abgh. 18. Wahlperiode Drucksache 18/3759 17.05.2021).
Die Antwort der Bezirksbürgermeisterin Frau Richter Kotowski vom 26.10.21 auf die schriftliche Anfrage der Linksfraktion „Bürger:innenbeteiligung und ihre Umsetzung in Steglitz Zehlendorf Fehlanzeige?“ (Sch. A. 669 / V) zeigt, dass den Verantwortlichen in unserem Bezirk Bürger*innenbeteiligung bislang nicht wirklich am Herz gelegen hat:
Anders als neun andere Bezirke, denen die Mittel des Senats bereits im Oktober 2020 zugesagt wurden, hat Steglitz Zehlendorf bis heute von den angebotenen 500.000 € für die Weiterentwicklung von Bürger*innenbeteiligung in Steglitz Zehlendorf keinen einzigen Euro abgerufen.
Und dies, obwohl die Bezirksbürgermeisterin in ihrer Antwort auf die Anfrage der Linksfraktion nicht nur um unwunden zugibt, dass sie „…die personellen, finanziellen und strukturellen Ressourcen nicht als ausreichend (bewertet), um das Thema Beteiligung im Bezirk weiterzubringen“, sondern selbst auch die steigende Bedeutung von Bürger*innenbeteiligung in Steglitz Zehlendorf hervorhebt.
Als Grund für das Verhalten in dieser Sache führt sie aus: „Pandemiebedingt fanden keine Bürgerbeteiligungen in Präsenz statt.“ Großveranstaltungen mit Bürgerdiskussionen hätten nicht stattfinden können und somit habe es keinen Anlass gegeben, die vom Senat angebotenen Gelder in Anspruch zu nehmen. Bei einem solchermaßen eingeschränktem Verständnis von Bürger*innenbeteiligung und bei einer solchen, fachlich nicht begründbaren und billigen Rechtfertigung für bezirkliches Handeln in Sachen Bürger*innenbeteiligung ist es kein Wunder, dass diese in unserem Bezirk immer noch in den Kinderschuhen steckt.
Bürger*innenbeteiligung war bislang in Steglitz Zehlendorf politisch offensichtlich nicht gewollt. Das muss sich in der kommenden Legislaturperiode ändern.
Dazu wollen wir mit unserem Einwohnerantrag „Beteiligung stärkt die Demokratie und fördert gemeinnütziges Engagement auch in Steglitz Zehlendorf“ einen Beitrag leisten, indem der Bezirk aufgefordert wird, verbindliche Strukturen für die Beteiligung von Bürger*innen zu schaffen und zu deren Umsetzung ausreichende zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen auch in der Verwaltung zur Verfügung zu stellen.
Den Einwohnerantrag werden wir Anfang des Jahres 2022 in die BVV einbringen und wir setzen mit Blick auf die neue BVV darauf, dass diese den politischen Willen hat, Bürger*innenbeteiligung tatsächlich ernstzunehmen und Worten auch Taten folgen zu lassen. Wenn es dann endlich auch in Steglitz Zehlendorf zu einer guten Kooperation zwischen Bürger*innen, Verwaltung und Politik auf Augenhöhe kommt, ist für unseren Bezirk Wichtiges erreicht.
Wenn Sie den Antrag unterschreiben möchten, finden Sie hier die Unterschriftenliste. Diese drucken Sie bitte doppelseitig (d.h. auf einem Blatt) aus und füllen die vorgesehenen Spalten in der Tabelle wie beschrieben aus. Sie können die unterschriebene Liste dann (auch wenn sie nicht 5 Unterschriften enthält) in einem der auf ihr genannten Buchläden abgeben oder per Post an die angegebene Adresse senden. Wir würden uns über Ihre Unterstützung unseres Einwohnerantrages freuen.
Wir freuen uns, wenn Sie Nachfragen haben
und in Kontakt mit uns kommen möchten:
Initiative Bürger*innenbeteiligung Lichterfelde Ost
V.i.S.d.P. Stephan Voß
beteiligung-lio[at]web.de












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner