
Wasserbüffel auf der Pfaueninsel | Foto: SPSG / Jan Uhlig
Jedes Jahr von Mai bis Oktober bietet die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten einer kleinen Gruppe Wasserbüffel ein Sommerdomizil auf der Berliner Pfaueninsel.
Die Tiere stammen wie im Vorjahr vom Ökohof Gut Darß in Mecklenburg-Vorpommern. In diesem Jahr sind zwei Kühe und zwei Kälber im Einsatz als „Mähmaschinen“. Die Beweidung der Wiesenflächen fand erstmals im Luisenjahr 2010 statt.
Besucherinnen und Besucher können die Wasserbüffel voraussichtlich bis Anfang Oktober auf der rund 3 Hektar großen Feuchtwiese sowie auf der nordöstlich der Meierei gelegenen ca. 2 Hektar großen Fläche beobachten.
Die Wasserbüffel sollen die artenreichen Feuchtwiesen von Gehölzaufwuchs freihalten und damit seltene Pflanzenarten fördern. In diesem Zusammenhang wurden auf der Weidefläche im September 2020 mehrere Hunderttausend Samen des Breitblättrigen Knabenkrautes (Dactylorhiza majalis) ausgebracht. Die Maßnahme ist Teil des Projektes „Wildpflanzenschutz in Deutschland“. Das Saatgut wurde vom Botanischen Garten Berlin-Dahlem zur Verfügung gestellt. Die besonders schöne Orchidee war früher auf der Pfaueninsel heimisch, starb jedoch aus. Im Herbst 2021 wurden noch einmal mehrere Tausend Jungpflanzen dieser Art auf der Hechtlaichwiese gepflanzt. Das Projekt wird vom Bundesamt für Naturschutz durch das Bundesprogramm „Biologische Vielfalt“ gefördert und umfasst als deutschlandweites Verbundprojekt sechs Botanische Gärten.
Die Wasserbüffel vermitteln den Besuchern die frühere Weidenutzung der Pfaueninsel. Vor allem im Bereich südlich der Meierei ist der landschaftliche Charakter seit mehr als 200 Jahren nahezu unverändert erhalten geblieben. Die Pfaueninsel war Anfang des 19. Jahrhunderts ein königliches landwirtschaftliches Mustergut. Bereits ab 1801 bis zur Auflösung der Menagerie im Jahr 1842 wurden Wasserbüffel auf der Pfaueninsel am Büffelteich westlich der Meierei als „Zootiere“ gehalten.
Treuenfels/pm
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Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz unterstützt mit 50.000 Euro die Sanierung der Dachkonstruktion und Dachhaut im westlichen Querschiff der Dreifaltigkeitskirche in Lankwitz. Die Gemeinde ist weiter auf Spenden angewiesen.
Denn insgesamt sollen nach den Berechnungen des beauftragten Planungsbüros die Arbeiten rund zwei Millionen Euro kosten, davon muss die Gemeinde 150.000 Euro selbst tragen. In drei Bauabschnitten werden zunächst die Portaltürme, das Kirchenschiff und die Querhäuser erneuert. Danach folgt der Kirchturm, zuletzt werden Apsis und Sakristei neu eingedeckt.
Das Gotteshaus hat ein neues Dach dringend nötig. Stürme der letzten Jahre haben der Konstruktion stark zugesetzt, teilweise sind Dachziegel auf den Kirchhof und die stark frequentierte Paul-Schneider-Straße und die Gallwitzallee gestürzt. Die Kupferbekrönungen, so hält es der Denkmalplaner in seinem Gutachten weiter fest, sind korrodiert, die darunterliegende Schalung ist durchfeuchtet. An der Dachkonstruktion fehlen Ziegel. Wo eine Dämmung vorhanden ist, ist sie durchfeuchtet und besteht aus krebserregenden Baustoffen. Kurz gesagt: hier musste etwas passieren, und zwar schnell.
Die Dreifaltigkeitskirche gilt mit ihrem imposanten hoch aufragenden Turm als Wahrzeichen und Zentrum von Lankwitz. Der Sakralbau wurde im Stil der märkischen Backsteingotik ab 1903 errichtet und 1906 geweiht. Der Detailreichtum der Fassade setzt sich nach oben hin fort; die Dachlandschaft ist durch eine Vielzahl an verschiedenen Konstruktionen unterschiedlicher Dach- und Turmformen, Material und Verzierungen geprägt. Der dominierende Vierungsturm mit seiner Zier verleiht der Dreifaltigkeitskirche ihr markantes Aussehen.
Die Gemeinde beheimatet in ihren Gebäuden unter anderem eine Pflegestation, die Haltestelle Diakonie für die Unterstützung psychisch oder an Demenz Erkrankter und ein Sozialcafé. In Zusammenarbeit mit der „Berliner Tafel“ gibt es wöchentlich eine Lebensmittelausgabe, die 140 Haushalte versorgt. Jährlich zum Totensonntag im November gibt es eine interreligiöse Gedenkfeier zur Erinnerung an Menschen, die einsam verstorben sind und behördlich bestattet wurden.
Spenden für die Sanierung der Kirche sind möglich auf das Konto
Dreifaltigkeitsgemeinde Lankwitz
IBAN: DE03 5206 0410 6803 9663 99
BIC: GENODEF1EK1
Spendenzweck: Kirchendach
Der Zuschuss der Deutschen Stiftung Denkmalschutz kommt aus Spendengeldern der Stiftung und aus Lottomitteln.