
Gemeinsam gedachten Steglitz-Zehlendorf und Kleinmachnow der Opfer der deutschen Teilung. Mit dabei auch der Bruder des erschossenen Karl-Heinz Kube (rechts). Foto: Gogol
Mit einer gemeinsamen Kranzniederlegung erinnerten 53 Jahre nach Mauerbau Steglitz-Zehlendorf und Kleinmachnow an die Menschen, die an der Berliner Mauer ihr Leben ließen. Vier junge Menschen wurden an der Grenze zwischen Kleinmachnow und Zehlendorf erschossen: Peter Mädler, Christian Buttkus, Walter Kittel, Karl-Heinz Kube.
28 Jahre lang trennten die beiden Gemeinden Welten, am Mittwoch mussten die Bürgermeister, Gemeindevertreter, Bezirksverordneten und anderen Teilnehmer nur wenige Meter gehen, um vom ehemaligen Osten in den ehemaligen Westen zu gelangen. Heute sei es kaum noch vorstellbar, dass an dieser Stelle einmal die Mauer gestanden hat, sagte Kleinmachnows Bürgermeister Michael Grubert (SPD) in seiner Rede.
Diese Mauer sei Unrecht gewesen, daran wolle man an diesem Tag erinnern, indem man der Opfer gedachte, so Grubert. Sie seien Zeugnis für die Unmenschlichkeit der DDR. Die Mauer sei ein „Ort der Gewalt und des Todes“ für Menschen gewesen, die nach Freiheit gesucht hatten.
Der jüngste der vier Toten, der man gedachte, war erst 17 Jahre alt gewesen: Karl-Heinz Kube aus Ruhlsdorf war bei seinem Fluchtversuch am 16. Dezember 1966 von Grenzsoldaten im Todesstreifen erschossen worden. Sein jüngerer Bruder, heute 61 Jahre alt, war am Mittwoch ebenfalls an die beiden Gedenkorte gekommen. Das Kreuz auf Zehlendorfer Seite erinnert ausschließlich an seinen Bruder.
Es sei schwer an solchen Tagen, sich an den Tod des Bruders zu erinnern, sagte der Ruhlsdorfer. Er war damals erst zwölf Jahre alt, hat nur wenige Erinnerungen an jene Tage und die Repressalien die folgten. Jedes Jahr gehe er zum Mauergedenktag, entweder nach Teltow oder nach Kleinmachnow/Zehlendorf; und am Todestag besuche er das Kreuz, das sein Neffe gefertigt hat, erzählt er. Es ist bereits das zweite. Das erste, ein weißes Kreuz, das der Vater von Karl-Heinz Kube geschnitzt hatte, war vor Jahren zerstört worden.
(go)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es