20 Jahre ist es her, dass die Truppen der vier Besatzungsmächte aus Deutschland und Berlin abzogen. Den Jahrestag dieses historischen Ereignissen gestalten das AlliiertenMuseum in Zehlendorf und das Deutsch-Russische Museum in Karlshorst mit einem gemeinsamem Programm.
Ein Symposium im Deutsch-Russischen Museum widmet sich am Donnerstag, 9. Oktober, von 14 bis 20 Uhr, dem Truppenabzug 1994. Historiker diskutieren mit ehemaligen Militärs der Alliierten, politischen Akteuren und Zeitzeugen aus der Zivilbevölkerung. Dabei geht es um die politischen und völkerrechtlichen Dimensionen des Abzugs, aber auch um die militärische Organisation und die Auswirkungen auf die Bevölkerung. Als Gesprächspartner werden unter anderem der frühere Regierende Bürgermeister Eberhard Diepgen und der russische Botschafter Wladimir Grinin erwartet.
Eine Woche später, am Donnerstag, 16. Oktober, stellt das AlliiertenMuseum um 19 Uhr die Frage: „Wer ging, was blieb?“ Bei einer Fotoshow zeigen die Fotografen Mila Hacke, Andreas Franke, Joachim Liebe und Mike Terry Bilder von Hinterlassenschaften der mehr als 40 Jahre amerikanischer, britischer, französischer und sowjetischer Truppenpräsenz in und um Berlin. Die Bilder zeigen Militärstandorte, die zu Geisterstädten wurden, Gebäude, die ihre Funktion verloren haben, verfallen oder zu neuem Leben erwachen, Menschen, die ihren Arbeitsplatz aufgeben mussten, weiterzogen oder sich bis heute mit dem Erbe der Alliierten beschäftigen. Im Anschluss schildern die Fotografen auf dem Podium ihre persönlichen Eindrücke, die sie während ihrer Projekte gesammelt haben.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich.












Die Mönchsgrasmücke. | Foto: Stefanie Ulrich[/caption]
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