Mit der Stuttgarter Schulderklärung vom 19. Oktober 1945 gestand die deutsche evangelische Kirche ihr Versagen angesichts der nationalsozialistischen Verbrechen und ihre Mitschuld ein. Am Sonntag, 18. Oktober erinnert die Evangelische Kirchengemeinde Berlin-Dahlem mit einem Gottesdienst um 11 Uhr in der Jesus-Christus-Kirche, Hittorfstraße 23, an dieses Ereignis, an dem der ehemalige Dahlemer Pfarrer Martin Niemöller als Mitglied des Rates der Evangelischen Kirchen in Deutschland beteiligt war. Die Predigt hält Pfarrerin Marion Gardei, Beauftragte für Erinnerungskultur der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.
Im Anschluss präsentiert Pfarrer Oliver Dekara das Kunstwerk „Spiegele Dich im Licht von 1995“ des Stuttgarter Künstlers Nikolaus Koliusis. Koliusis, von dem bereits das Mahnmal zur Erinnerung an die Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft vor der St.-Annen-Kirche stammt, wird persönlich anwesend sein. In seinem Kunstwerk greift er den Text des Mahnmals auf und regt dazu an, sich auch weiterhin mit der Geschichte auseinanderzusetzen. Es besteht aus zwölf Einzelstücken, die zu je 990 Euro verkauft werden. Der Erlös kommt dem Projekt Martin-Niemöller-Haus „Erinnern – Lernen – Handeln“ zu Gute. Die Kirchengemeinde saniert zurzeit das Martin-Niemöller-Haus, um es 2017 als modernen Erinnerungs- und Lernort wieder zu eröffnen.
Am Donnerstag, 22. Oktober, 19.30 Uhr, lädt die Kirchengemeinde in die St.- Annen-Kirche zu einem Vortrag von Dr. Hartmut Ludwig ein: „Der Weg ins Freie. 70 Jahre Stuttgarter Erklärung der Evangelischen Kirche“
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: