Eine alte Bekannte befindet sich auch hinter dem Türchen Nummer fünf des Adventskalenders des Bezirkselternausschusses Steglitz-Zehlendorf, mit dem auf den maroden Zustand Berliner Schulen aufmerksam gemacht werden soll: Es ist die Wilma-Rudolph-Oberschule. Bereits 2008 und 2010 verbarg sich die Schule jeweils hinter einem Türchen. Nun ist das 50 Jahre alte Schulhaus wieder mit dabei. Es hat schon bessere Tage gesehen. Es gebe „Wasserflecken im gesamten Schulgebäude und eine latente Feuchtigkeit“ berichten zwei Elternvertreterinnen. Hier ihre Beschreibung der derzeitigen Lage:
„Aktuell sucht man einen externen trockenen Ort, an dem die Akten aufbewahrt werden können. Überall im Schulgebäude kann man Behältnisse finden, die den durch die Decke tropfenden Regen auffangen und somit größere Überschwemmungen verhindern sollen. In diesem Sommer sprudelte das Wasser bei Regen nicht nur reichlich durch die Decke sondern auch von unten in den Vorraum der Mensa ein. So was kann schon mal passieren, wenn auch die Isolierung der Außenwände in die Jahre kommt. Glücklicherweise konnte ein pfiffiger Mitarbeiter Abhilfe schaffen, in dem er an der Außenböschung ein Bachbett grub. Nun plätschert bei Regen ein munteres kleines Bächlein vor der Mensa, die Wilmaquelle. Noch. Erfahrungsgemäß wird eine geraume Zeit vergehen, bis die längst notwendige Sanierung tatsächlich realisiert werden kann. Viele bürokratische Wirrungen und Hürden gilt es zu überwinden und letztendlich auch die personelle Unterausstattung im Hochbauamt. Bis es irgendwann zu den nötigen Instandsetzungsarbeiten kommen wird, kann der Vorraum der Mensa ja vielleicht für den Schwimmunterricht genutzt werden. Die Wilma-Rudolph- Oberschule wäre dann nicht nur eine Schule mit Courage, sondern auch mit integriertem Hallenbad.“













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: