Als man am Sonntag, 20. August, schon geneigt war, sich mit einem 1:1 der Zehlendorfer Hertha gegen den SV Altlüdersdorf zufriedenzugeben, wurde es doch noch turbulent. Drei Treffer fielen nach der 83. Minute – da zwei davon auf das Konto der Berliner gingen, wurde es für die Gastgeber doch noch ein rundum erfolgreicher Nachmittag. Mit 3:2 siegte der FC Hertha 03 Zehlendorf und setzte sich so mit sechs Punkten nach zwei Partien in der Spitze fest.
Die Zehlendorfer begannen druckvoll und hatten durch Niclas Warwel auch die ersten Chancen (6. + 7.). Doch in Führung gingen die Gäste: Zielinski köpfte eine Flanke von Sidorowicz unhaltbar für Sprint ins Netz (17.). Wer nun glaubte, die Gastgeber würden dadurch aus der Bahn geworfen, sah sich getäuscht. Bereits zehn Minuten später gelang ihnen der Ausgleich durch den Mann, der später auch die Partie entscheiden sollte: Sebastian Huke. Der Neuzugang von Tennis-Borussia, zum Saisonauftakt trotz starker Leistung noch leer ausgegangen, erzielte mit einem Rechtsschuss das wichtige 1:1 (29.).
Nach dem Wechsel gab es kein langes Abtasten, beide Teams wollten den Sieg, so dass es für die Zuschauer eine spannende und abwechslungsreiche Partie wurde. Chancen durch Huke (62.) und Vincetic (68.) blieben noch ungenutzt und so schlich sich das Gefühl ein, dass es wohl beim 1:1 bleiben würde. Auch Zehlendorfs Huke gab zu: „Nach 75 Minuten dachte ich, dass wir auch aufpassen müssen, nicht vielleicht sogar leer auszugehen.“ Doch nun zahlte sich der Mut von Zehlendorfs Trainer Alexander Arsovic aus: Im Bestreben, unbedingt die volle Punktausbeute zu erreichen, setzte er alle Offensivkräfte, die ihm zur Verfügung standen ein. Neben den in der Startelf stehenden Huke und Warwel, brachte er, um den Druck zu erhöhen, zusätzlich die Stürmer Marc Zellner und den Vorjahrestorschützenkönig der „kleinen Hertha“, Faton Ademi. „Da sind unsere Trainer volles Risiko gegangen“, verriet Darius Niroumand hinterher.
In der 83. Minute fiel die Vorentscheidung: Als nach einem Foul an Ademi im Strafraum alle mit einem Elfmeterpfiff von Schiedsrichter Gaunitz (Leipzig) rechneten, schaltete Huke im Stile des ausgebufften Torjägers am schnellsten und traf zum 2:1 ins linke untere Eck. „Sebastian liegen so körperbetonte Partien.“, erkannte Kapitän Robert Schröder hinterher ganz richtig. Ein Konter über Warwel, der Huke maßgerecht zu seinem dritten Tor auflegte, entschied die Begegnung endgültig (89.), wenn es auch noch nicht der letzte Treffer war. Doch der Anschluss durch Salhabs Foulelfmeter (90. + 3) kam zu spät, unmittelbar im Anschluss beendete Gaunitz die Partie.
Hukes Torinstinkt und der Mut der Zehlendorfer und ihres Trainers, voll auf Sieg zu spielen, ermöglichten ihnen den besten Start seit über zwanzig Jahren. Gelingt es ihnen, am kommenden Samstag unbeschadet über die Runden zu kommen, wartet in drei Wochen ein echtes Spitzenspiel auf die Zehlendorfer Fußballfreunde, das zugleich noch ein Lokalderby ist: Hertha 03 – SV Lichtenberg 47. Doch die „kleine Hertha“ ist gewarnt: Ihr kommender Gegner, Brandenburger SC Süd 05, schlug am Samstag keinen Geringeren als den Topfavoriten Tennis-Borussia mit 3:1.
Oliver Kellner













Im Forum Steglitz kommt der Hotdog aus der Maschine. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Im Forum Steglitz kommen jetzt heiße Würstchen im Brötchen aus einem Automaten. Auf Wunsch mit Senf, Gurke und Zwiebeln.
Es gibt zwei gute Nachrichten. Erstens müssen Freunde fragwürdiger Masse im Kunstdarm, nicht mehr zu Ikea fahren, sollte der Heißhunger wieder einmal zu groß werden. Ein Ausflug in die Schloßstraße reicht aus.
Dort gibt es, zweitens, den Hotdog aus der Maschine. Im Forum Steglitz steht seit einigen Tagen „grabbzy“ des Unternehmens MeiCook. Der Roboter baut den Snack jederzeit auf Knopfdruck vollautomatisch zusammen.
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Neuheit im Shoppingcenter: Den Hotdog-Roboter kann man jederzeit bei der Arbeit beobachten. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das geht erstaunlich geräuschlos, und man kann dabei zugucken. Zuerst plumpst eine Pappschale mit Wurst und Brötchen in die nächste Fabrikationsstufe: die obere Plastikfolie wird entfernt. Dann befördert die Maschine das Schälchen in die Aufwärmzone. Nach einigen Sekunden flutscht das ganze wieder raus, und die Wurst erhält ihr Topping, welches bei der Bestellung gewünscht wurde: Senf, Ketchup, Gurke und Zwiebeln.
Die beiden Damen, die wir bei der Order beobachten durften, sind zufrieden: schmeckt gut, sagen sie, und es sei sogar richtig heiß. Mit Senf und Zwiebeln kostet die Mahlzeit 2,90 Euro.
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Auswählen und bezahlen - alles andere macht der Roboter. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Das Berliner Unternehmen MeiCook hat den Roboter über einen Zeitraum von rund acht Jahren entwickelt, wie das Centermanagement in einer Mitteilung erklärt. Das Team habe gemeinsam mit einer Berliner Fabrik die Technologie entwickelt und investierte nach eigenen Angaben mehr als eine Million Euro in das Projekt „grabbzy“. Rund 350.000 Euro davon stammen aus nicht rückzahlbaren staatlichen Fördermitteln. Die dabei entwickelten Technologien sind nach Angaben des Unternehmens patentiert. Produziert und weiterentwickelt wird in Tempelhof-Schöneberg.
Das fertige Produkt: maschinell zusammengeschraubter heißer Hund. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
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