Mit einer festlichen Matinee am 10. November 2019 im Schloss Gleinicke erinnerten Zeitzeugen an den 30. Jahrestag des Mauerfalls auf der Glienicker Brücke. Über ihre persönliche Erinnerungen an den Mauerfall vor 30 Jahren sprachen Cerstin Richter-Kotowski, Bezirksbürgermeisterin Steglitz-Zehlendorf, Burkhard Exner, Bürgermeister von Potsdam und Prof. Dr. Christoph Martin Vogtherr, Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg.
Thomas Blees, Autor des Buches „Die Glienicker Brücke Schauplatz der Geschichte“ brachte den Original-Ton eines geflüchteten DDR-Bürgers mit, der gemeinsam mit zwei Bekannten am 10. März 1988 spektakulär mit einem LKW über die Glienicker Brücke in den Westen floh. Thomas Segeth, letzter Kompaniechef des Grenzregiments 44 Potsdam erzählte, wie er die Zeit rund um den 9. / 10. November aus seiner Sicht erlebte.
Fotografische Erinnerungen zeigten Dieter Klössing aus Berlin-Zehlendorf und Bernd Blumrich aus Kleinmachnow. Viele andere bildliche Eindrücke rund um den 10. November 1989 auf der Glienicker Brücke wurden zum Fotowettbewerb „Die Glienicker Brücke vor und nach 1989“ eingereicht. Die drei Preisträger des Wettbewerbs Jean-Marie Delbot, Sebastian Dünnebeil und Lutz Gagsch erzählten sehr bewegend, aber auch lustig, wie diese Fotos entstanden. Ausgezeichnet wurden sie von Sabine Schicketanz, Chefredakteurin der Potsdamer Neueste Nachrichten. Die Zeitung war Medienpartner des Foto-Wettbewerbs. Alle 30 Fotos wurden am 10. November 2019 bis zum Einbruch der Dunkelheit auf der Glienicker Brücke ausgestellt. Sie sollen im nächsten Jahr an anderen Orten nochmals gezeigt werden.
Die Dokumentation „KLEIN GLIENICKE – HINTER DER MAUER“ des Filmmachers Jens Arndt gab Einblicke in den Alltag der DDR-Sondersicherheitszone.
Musikalisch umrahmt wurde die Matinee vom Kammermusik-Ensemble der Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf. Mit dem gemeinsamen Singen der Europahymne, angeleitet vom Gesangsensemble der Leo-Borchard-Musikschule, endete die festliche Matinee, an der 200 Gäste teilnahmen.
Dies ist eine gemeinsame Veranstaltung des Bezirksamtes Steglitz-Zehlendorf von Berlin, der Landeshauptstadt Potsdam, der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten und des Regionalmanagements Berlin SÜDWEST.
Weitere Informationen unter: www.rm-berlin-sw.de
Kontakt:
Bärbel Petersen
Regionalmanagement Berlin SÜDWEST
Tel.: (030) 707 600 84
E-Mail













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: