Foto: I. Haas, © Botanischer Garten

 

In den 15 Gewächshäusern des Botanischen Gartens strahlen Exoten um die Wette. Ein Spaziergang durch das Kamelien-, Mittelmeer- oder Bromelien-Haus lassen Kälte und Nieselregen schnell vergessen. 

Nein, ganz so schlimm ist es nicht. Wer genau hinsieht, sieht im grauen Berlin die Winterblüher: Heckenkirsche, Zaubernuss, Winter-Jasmin, Erica, Schneeglöckchen oder Christrose. Das ist noch nicht die Welt, reicht aber für ein dickes Trostpflaster: Irgendwas blüht immer.

Wer trotzdem noch eine volle Ladung Blütenmeer braucht, kommt im Botanischen Garten auf seine Kosten. Ob gesprenkelt, gestreift, gepunktet, gefüllt oder ungefüllt – die Blüten der Kamelien leuchten in strahlendem Weiß, zarten Rosa oder kräftigem Rot. Beheimatet sind sie in Japan, China und Korea. Die ältesten Exemplare im Botanischen Garten Berlin sind an die 100 Jahre alt und reichen bis unter das Gewächshausdach. Zu sehen gibt es neben eher selten gezeigten Wildkamelienarten auch interessante historische Sorten. Unterscheiden lassen sie sich an den verblüffend unterschiedlichen Blütengrößen: Während die Wildformen überwiegend kleine, feine Blüten tragen, präsentieren sich andere handtellergroß. Dahinter steckt teils jahrhundertelange Züchtung – erst in Ostasien, dann in Europa. 

Neben den Kamelien verbreiten hier Zitrusfrüchte und herrlich duftende Rhododendren einen Hauch von Sommer.

Im Mittelmeerhaus nebenan läutet die Kanarenglocke bereits den Frühling ein und beim wohlriechenden Jasmin ist der Name Programm. Im Haus der feuchten Tropen leuchten Roter Puderquastenstrauch, Roter Katzenschwanz, Blutrote Stromanthe  oder Zierliche Flamingoblume um die Wette.

Botanischer Garten
Eingang:  Königin-Luise-Platz oder Unter den Eichen
Geöffnet täglich von 9 bis 19 Uhr (Gewächshäuser und Kasse schließen um 18 Uhr)

Eintritt: Erwachsene 10 €, ermäßigt 5 €, Kinder bis 14 Jahre in Begleitung von Erwachsenen haben freien Eintritt (bis zu 12 Kinder)

https://www.bo.berlin/ 

 

Treuenfels/pm