Alexandra Mann in ihrer Galerie mit Smiley & anderen Werken von Kat Vandal | Foto: Isabell Kessler

 

„Giving Art a Space“ ist das Motto von Alexandra Mann. Am Teltower Damm in Zehlendorf ist mit ihrer Galerie ein Zentrum für weibliche schöpferische Kraft entstanden.

Ein Porträt von Ulrike Meyer

Die Kunstszene Berlins ist dynamisch, schrill und innovativ. Die Stadt vibriert förmlich vor Kreativität. Um die Gunst des Publikums wetteifern neben namhaften Museen und Kunstmessen über 400 Galerien – eine von ihnen ist ein kleines Juwel: The Gallery of Things. 

Im Berliner Südwesten, genauer in Zehlendorf, ist The Gallery of Things zu Hause, gegründet von Alexandra Mann. Die Inhaberin ist seit mehr als fünfzehn Jahren eine leidenschaftliche Kunstsammlerin und nun auch begeisterte Galeristin. In Berlin sind Galeristinnen rar gesät, aber Alexandra Mann ist es gelungen, sich mit The Gallery of Things in der Galerienlandschaft erfolgreich zu behaupten.

 

Einladung

 

Für die Galeristin wird das Jahr 2026 ein Jahr der Superlative und es beginnt gleich zu Anfang mit einem großen Event! Am 16.01.2026 lädt Alexandra Mann ein, mit ihr das einjährige Jubiläum ihrer Galerie zu feiern und den Start in ihre zweite Galeriesaison. Den Auftakt dazu macht nur drei Tage nach dem großen Fest mit einer Pop-up Ausstellung die in Berlin ansässige amerikanische Fotografin Heather Schmaedeke.

Der Veranstaltungskalender von Alexandra Mann ist randvoll mit spannenden Ausstellungen und faszinierenden Events. Denn auch in 2026 präsentiert Alexandra Mann wieder ausgesuchte nationale und internationale Künstlerinnen.

Wichtigstes Highlight, auf das sich die Galeristin bereits schon jetzt freut, wird die Publikumsmesse Affordable Art Fair sein, an der sie sich erstmalig beteiligt.

An dieser Berliner Messe, auf der insbesondere weibliche Positionen eine zentrale Rolle spielen und die Frauen in der Kunst fördern will, teilzunehmen, ist für Alexandra Mann ein großer Erfolg und bestätigt den konzeptionellen Ansatz ihrer Galerie. The Gallery of Things basiert auf drei wichtigen Säulen, sie ist feministischer, aktivistischer und nachhaltiger Kunst gewidmet.

Kunst hat für Alexandra Mann immer auch eine politische Komponente und sie empfindet es als Privileg, in der männerdominierten Szene den Künstlerinnen in ihrer Galerie die Sichtbarkeit zu geben, die ihnen gebührt.

 

Alexandra Mann (c)

 

Mit der ungewöhnlichen Ausstellung SHEvolution – ART IS CHANGE, 2025, ist Alexandra Mann die Umsetzung ihres Anspruchs wahrlich gelungen. Unter dem Motto „Vision, Wandel und weibliche Stärke“ konnten sich sieben Künstlerinnen nicht nur in dieser Gemeinschaftsausstellung präsentieren, sondern jede Künstlerin hatte zusätzlich auch in einer Soloausstellung die Möglichkeit, die Bandbreite ihres Könnens zu zeigen.

Das war Sichtbarkeit pur für die sieben Künstlerinnen: Für die Französin Kat Vandal mit „Childhood Memories Unboxed“; für die Österreicherin Daniela Luschin mit „die gefi_ckten. Bildundwortfrauengeschichten“; für Beaukova aus Slovenien mit „Timeless flow“ und die deutschen Künstlerinnen Lorelay von Sinoh mit „City Sirens: The Magic of Surrealism in the Streets of Berlin“; Sandrine Guyat mit „Das Echo des Waldes – Wo Erde zur Kunst wird“ sowie Dorothea Böttger und Susanne Linz mit „Kreis.Lauf.Frau“.

 

Galeristin mit den beiden Künstlerinnen
Dorothea Böttger (re) und Susanne Linz (li) | Foto: Isabell Kessler

 

Dieser Ausstellungszyklus ist für Alexandra Mann „eine eindrucksvolle Reise durch Themen wie Gleichberechtigung, Aktivismus und Nachhaltigkeit, auf der wir Künstlerinnen begegnen, die mit ihren Werken neue Perspektiven eröffnen und uns inspirieren“.

Visionäre Kunstwerke präsentiert im Rahmen des visionären Konzepts von The Galley of Things zeigen dem Publikum, welches Potential Kunst von Frauen für den gesellschaftlichen Wandel bieten kann. Dies geschieht bei The Gallery of Things nicht in einem elitären Rahmen, sondern in einem offenen Raum mit privatem Flair, in dem viel Platz für einen lebendigen Dialog über und mit Kunst möglich ist. 

Für Alexandra Mann sind Austausch, Dialog und Netzwerken die elementaren Kommunikationsformen, die bei Vernissagen gepflegt und mit Events wie Lesungen, Performances, Tanz oder kleinen Konzerten flankiert werden. Und so erschafft Alexandra Mann ein atmosphärisch attraktives Kunstzentrum, in dem sie souverän die Werke ihrer Künstlerinnen und sich selbst als Galeristin charmant in Szene setzt.

 

Performance der Künstlerin Daniela Luschin | Foto: Isabell Kessler

 

Alexandra Mann ist der Dreh- und Angelpunkt von The Gallery of Things und sie betont, „noch ist alles eine One Women Show!“ Durchsetzungsvermögen, langer Atem, Humor und eine fundierte Fachexpertise helfen ihr, den Traum von einer erfolgreichen Galerie Wirklichkeit werden zu lassen. Hinzu kommen ihre Lebenserfahrung und ihre Ausbildungen. Von Anfang an investierte Alexandra Mann in ihre Professionalität. Zunächst mit einem Diplomstudium für Lehramt in Wien, mit den Schwerpunkten Englisch, Integrative- und Freizeitpädagogik, bildnerisches Gestalten und textiles Werken. Zwanzig Jahre lang war sie als Lehrerin tätig, davon fünf Jahre in der asiatischen Kunstmetropole Singapur.

Neben ihrem Beruf als Lehrerin, gab sie jedoch ihren Herzenswunsch, Kunst als Galeristin zu leben, nie auf. Die Initialzündung für einen Berufswechsel kam über eine Freundin, die in Singapur eine Online-Galerie aufbaute. „Und plötzlich war mir klar, dass ich nicht mehr als Lehrerin arbeiten wollte“. Um den Traum von der eigenen, analogen Galerie in die Tat umzusetzen, begann Alexandra Mann während der Coronapandemie an der University of Leichester ein zweijähriges Onlinestudium des Master of Arts in Museum Studies mit den Schwerpunkten, Museumspädagogik, Feminismus/Aktivismus und Nachhaltigkeit.

Im Anschluss an ihr Studium eröffnete sie in Berlin schließlich The Gallery of Things, als ausstellungsbezogene Nischengalerie. „Ich weiß, dass ich als Galeristin wichtig bin, aber ich bin keine Werbeträgerin. Auch wenn mein Name nicht draußen als Schriftzug über der Tür steht – ich bin die treibende Kraft, ich bin die Galerie!“ Und der Name ihrer Galerie steht für Vielfalt und Diversität, für alles was Menschen mit ihrer Kreativität erschaffen können.

Alexandra Mann schwebt nicht abgehoben in den Sphären der Kunst, sondern steht fest auf dem Boden der Realität und kennt viele Schicksale von Frauen, ihre Nöte und Ängste. Für sie ist es daher selbstverständlich, auf Missstände aufmerksam zu machen, Frauen in prekären Lebenslagen auch außerhalb der Kunstszene zu unterstützen. So ist sie zum Beispiel im Dezember 2025 eine Kooperation mit dem Verein Unterschlupf e.V. in Berlin-Kreuzberg eingegangen, der eine Anlaufstelle für wohnungslose Frauen ist. Diese Kooperation, die ab Januar beginnt, ist für sie gelebter, aktivistischer Feminismus ebenso wie ihre Arbeit mit den Künstlerinnen.

Von ihrer feministischen Haltung profitieren die Künstlerinnen in mehrfacher Weise. Alexandra Mann begegnet ihnen mit Respekt auf Augenhöhe, verschafft ihnen die angemessene Sichtbarkeit, feiert sie auf Vernissagen, nimmt bei Verkäufen zwar die übliche Kommission, ermöglicht ihnen aber ohne zusätzliche Kosten pro Exponat in The Gallery of Things auszustellen. 

Dass Alexandra Mann es spannend findet über den Tellerrand ihrer Galerie hinauszuschauen, beweist sie auch mit einer weiteren Kooperation. Mit der Berlin International School hat sie an einem Kunstprojekt gearbeitet, bei dem Schülerinnen und Schülern der 2. Klassen eingebunden wurden. Sie konnten unmittelbare Erfahrungen zur Arbeit von Kunstschaffenden und Ausstellungen sammeln, selbst Kunstwerke gestalten und im Anschluss daran eine Ausstellung in der Schule planen und durchführen. Von diesem Projekt war Alexandra Mann begeistert und die Klassen besuchten sie auch in ihrer Galerie, „wo ich ihnen Fragen rund um die Arbeit in der Galerie beantwortet habe und wir eine kleine Rätselrallye zur damals ausgestellten Kunst von Kat Vandal gemacht haben.“ Mit dieser frühkindlichen Förderung ebnet Alexandra Mann jungen Menschen den Weg in die Welt der Kunst.

Zukunftsorientiert wie The Gallery of Things nun einmal ist, wird hier auch Nachhaltigkeit großgeschrieben. Die Upcycling-Objekte von Susanne Linz, die aus ausrangierten Materialien faszinierende Frauenfiguren hervorbringt, sind dafür ein wunderbares Beispiel. Aber Nachhaltigkeit wird von Alexandra Mann noch viel umfassender und weiter gedacht, denn sie achtet in ihrer Galerie unter anderem auch auf umweltzertifizierte Verpackungen, ressourcenschonende Arbeitsmaterialien, umweltfreundliche Prozesse und bei ihren Vernissagen auf ein hochwertiges, veganes Catering mit Bioprodukten. 

 

Alexandra Mann (c): Selbstbewusst in die Zukunft. 

 

Ihre innovative Haltung zeichnet Alexandra Mann aus und so ist sie selbstverständlich auch digital äußerst „fresh“ unterwegs, mit ihrer Website, ihrem Instagram Account und demnächst auch mit einem Galerie Online Shop.

Auch wenn Alexandra Mann sich mit The Gallery of Things einen großen Traum erfüllt hat, träumt sie weiter – und sie träumt groß: Von einer Filiale im Ausland, am liebsten in Wien und von der Aufnahme in den Bundesverband Deutscher Galerien und Kunsthändler e.V. (BVDG).

Diese Visionen werden mit Sicherheit in Erfüllung gehen, denn die Galeristin Alexandra Mann verfügt über ein schier unerschöpfliches Potential an Energie und Leidenschaft, das sie bei der Verwirklichung ihrer Ziele antreibt.

Text: Ulrike Meyer

 

 

The Gallery of Things

Alexandra Mann M.A.
Potsdamer Str. 52-54
Ecke Teltower Damm 2
14163 Berlin Zehlendorf

https://thegalleryofthings.com/
@_thegalleryofthings_
alexandra.mann@thegalleryofthings.com

Tel.: +49 151 61026532

 

 

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