Der 1. Dezember ist da, und pünktlich an diesem Tag öffnet sich auch wieder der Adventskalender des Bezirkselternausschusses (BEA) Steglitz-Zehlendorf, mit dem die Eltern auf die schlechten baulichen Zustände in den Berliner Schulen aufmerksam machen wollen.
In den vergangenen Jahren gehörte das erste Türchen der Fichtenberg Oberschule, die zum Sinnbild für den Verfall Berliner Schulen geworden ist. „Die ‚Fichte‘ wird in diesem Advent nicht dabei sein“, teilt der BEA mit. „‚Endlich wird uns zugehört‘, heißt es aus der Schule, und offenbar will man die neu gewonnene Kooperation nicht durch weitere Zustandsbeschreibungen gefährden. Eine Aussage, die ein bezeichnendes Licht auf den Umgang der Verwaltung mit ihren Schulen wirft.“
Die Fichtenberg Oberschule wird abgelöst von der Alt-Lankwitzer Grundschule. „Die Schule war schon oft Teilnehmerin der Adventsaktion und hat auf diverse Missstände aufmerksam gemacht – die meisten Beschwerden der Eltern sind bis heute aktuell“, so de BEA. Stellvertretend für die Eltern der Alt-Lankwitzer Grundschule zählt Karin Retzke hier noch einmal auf, was in der Schule im Argen liegt:
NAWI (Naturwissenschaftsraum)
Ich möchte gerne an unseren Adventskalender Beitrag von 2014 anknüpfen. Es wurden drei Jahre lang unterschiedliche Gründe genannt, warum die durch einen Wasserschaden fehlenden und beschädigten Deckenplatten nicht getauscht werden konnten. Unter anderem hieß es, dass die Platten nicht mehr zu beschaffen wären. Daher haben wir uns mit einer Trockenbaufirma in Verbindung gesetzt und ein Angebot hierfür eingeholt, um das Amt bei der Instandsetzung unserer Decke tatkräftig zu unterstützen. Wir haben das erhaltene Angebot im März 2015 an das Amt weitergeleitet und sind hiermit am Ende der Geschichte. Es kam keine Reaktion von Seiten des Amtes. Somit sind es nun vier Jahre, die vergangen sind, und es hat sich wieder nichts getan.
Mobile Unterrichtsräume (MUR)
Der schlechte Zustand der beiden Mobilen Unterrichtstrakte besteht weiterhin. Bei dem Trakt, in welchem seit Jahren der Knöterich hineinwächst, wurde nach der von uns mehrmals angefragten Überprüfung der Tragfähigkeit durch einen Statiker eine „Fugensanierung“ durchgeführt. Das Resultat ist, dass der Knöterich seit diesem Zeitpunkt nicht mehr gewachsen ist, ein kleiner Teil der Äste aus dem Spalt entfernt wurde, der Spalt aber nach wie vor in seiner vollen Pracht vorhanden ist – unter einer „Fugensanierung“ verstehe ich etwas anderes als dieses Resultat. Jetzt hoffen wir, dass der Knöterich im nächsten Jahr nicht wieder aus allen Ecken treibt, aber es wir nur eine Frage der Zeit sein, bis wieder die grünen Triebe und Blätter aus den Spalten sprießen werden.
Turnhalle
Leider stoßen wir auf das Problem mit den wild wuchernden Pflanzen nun auch in der Turnhalle. Im Duschraum wie auch dem Geräteraum wächst der Efeu durch den Spalt zwischen Bodenplatte und Wand in die Räume hinein. Es sind im Verhältnis zu unseren mobilen Trakten erst kleine Pflanzen, aber es lässt leider nichts Gutes erahnen. Auch hier werden wir wohl die nächsten Jahre oder Jahrzehnte wie in den mobilen Trakten beim Wachsen zusehen können. Dabei geraten der unebene Boden und die feuchten Wände bei Kälteeinbruch fast in Vergessenheit. Die Turnhalle wurde schon im Adventskalender 2008 als marode beschrieben. Neueste Entwicklung: Der Efeu bahnt sich einen Weg ins Innere.
Das Hortgebäude
Hier hat sich zum vergangenen Jahr leider auch nichts getan. Die Eingangstür gammelt weiter vor sich hin, und die Fensterrahmen werden auch nicht von alleine besser.
Wasser
An unserer Schule wird unseren Kindern weiterhin nahegelegt, das Wasser aus dem Hahn nicht zu trinken, da wiederholt Legionellen nachzuweisen waren.
Türen
Die Türen im Schulgebäude haben die besten Tage hinter sich, sind verzogen und nur unter Mühen überhaupt noch abzusperren. Auch hier haben wir den alten Stand, nur eben ein Jahr weiter.
Heizung
Wir haben uns nach den Sommerferien riesig gefreut, denn unsere Heizkörper haben nun Thermostate, und wir haben diesbezüglich dann doch noch die „Neuzeit“ erreicht.
Der BEA nimmt den Zustand der Alt-Lankwitzer Grundschule als Beispiel und mahnt: „Wenn nicht umgehend repariert und saniert wird, werden sich innerhalb kurzer Zeit die Schäden an unseren Schulen vervielfachen.
(sn)














Gute Stimmung im Stadion Lichterfelde | Foto: John Mark Shorack[/caption]
Die 2. Frauen-Bundesliga geht in den Endspurt. Am Sonntag, den 10. Mai, spielt das Viktoria Berlin Frauenfußballteam noch einmal im Stadion Lichterfelde.
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Das Viktoria Berlin Frauenteam gilt als innovativ und setzt neue Maßstäbe im deutschen Frauenfußball. Im Jahr 2022 wurde die Frauenfußballabteilung des Vereins in eine eigenständigeGmbH umgewandelt und wird von sechs Gründerinnen geleitet. Ende letzten Jahres stieg der US-Investmentfonds Monarch Collective als Investor ein und übernahm