Rostrotes Wasser kommt aus den Hähnen, das Dach ist undicht, Schimmelbefall in den feuchten Räumen wahrscheinlich. Das Wasser sucht sich den Weg entlang der Elektroleitungen – das ist die aktuelle Zustand des Hortgebäudes an der Dunand-Grundschule. Deshalb schaffte es die Schule in den Adventskalender des Bezirkselternausschusses Steglitz-Zehlendorf.
Seit Jahren gebe es Elternproteste wegen baulicher Mängel und der Essenssituation im Hort, berichtet Jochen Buder, stellvertretender Elternsprecher der Klasse 2B und Mitglied der Hort-Mensa-Initiative der Dunant-Grundschule. Dann schien ein Teilerfolg in greifbarer Nähe. „Das stark sanierungsbedürftige und kaum noch zu betreibende Hortgebäude wird zwar noch immer nicht saniert oder provisorisch in Stand gehalten, aber zumindest sollte die inakzeptable Essenseinnahme in den verschiedenen Gruppenräumen durch eine zentrale Mensa verbessert werden. Der Einbau sollte kurzfristig erfolgen. In der Schulkonferenz am 17. November wurde nun zur Verwunderung aller Beteiligten mitgeteilt: Die Mensa wird nicht gebaut, da der Fettabscheider zu teuer ist, das Hortgebäude wird nicht saniert.“
Doch Buder erinnert sich an eine Begehung am 27. Februar mit einem Fachplaner des Bauamtes. „Ausreichender Platz für diesen Fettabscheider gefunden, ohne dass größere bauliche Maßnahmen nötig gewesen wären. Außerdem scheint die finanzielle Ausstattung, wie wir der Presse entnehmen können, mehr als gut zu sein, insofern dürften diese Kosten kein Ausschlusskriterium sein. Diesbezüglich drängt sich mir die Vermutung auf, dass hier andere Gründe vorliegen, die aber nicht an die Eltern und die Schulleitung kommuniziert werden sollen“, erklärt der Elternsprecher und möchte auf die „verheerenden baulichen Versäumnisse im Schulwesen aufmerksam machen und kritisch das Ignorieren von Musterraumprogrammen sowie dringendem Sanierungsbedarf anprangern“.
Der vollständige Adventskalender des Bezirkselternausschusses ist im Internet zu finden unter http://wunschzettel.stiftungbildung.com.
(sn)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: