Die Chance war klein, doch noch einmal setzten sich die Fraktionen von SPD und Piraten für den Verbleib der Seniorenwohnungen an der Mudrastraße im Bezirkseigentum ein. Doch Grüne und CDU stimmten in der Bezirksverordnetenversammlung am Mittwochabend einheitlich einer Vorlage des Bezirksamtes zu, der die Abgabe der Wohnhäuser an die Berliner Immoblienmanagement GmbH (BIM) vorsieht. Die BIM soll die Häuser anschließend per Direktabgabe an eine städtische Wohnungsbaugesellschaft verkauft. Davon betroffen sind nicht nur die Häuser an der Mudrastraße, sondern auch die Seniorenwohnhäuser an der Tautenburgerstraße und der Dreilindenstraße. Grund für die Abgabe, vor allem in der Mudrastraße, sind die hohen Kosten für eine Sanierung der Häuser. Für die Mudrastraße soll die Zweckbindung „Seniorenwohnen“ erhalten bleiben, heißt es im Antrag. Doch für die sozialpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Isabel Miels, die lange für den Erhalt der Seniorenwohnungen gekämpft hatte, ist das Augenwischerei. „Spätestens seit dem Besuch einer Vertreterin des Wohnungsunternehmens Degewo im Haushaltsausschuss in der vergangenen Woche ist klar: Die Häuser werden mit hoher Wahrscheinlichkeit abgerissen und durch Neubauten ersetzt“, sagt sie nach der Abstimmung. Sie spricht davon, dass Wohnraum vernichtet wird. CDU und Grüne wiesen derweil auf die finanzielle Situation des Bezirkes hin, der eine Sanierung der Anlagen, allein an der Mudrastraße belaufen sich die Kosten auf acht Millionen Euro, nicht zulassen würde. Seniorenwohnungen vorzuhalten sei, im Gegensatz zu Schulen, keine Pflichtaufgabe des Bezirkes.
Die noch in der Mudrastraße lebenden Seniorinnen hatten sich vielfach gegen eine Abgabe ihrer Wohnungen gewehrt und dafür auch Unterstützung aus der Nachbarschaft erhalten. Sie fürchten eine Mietsteigerung nach Verkauf und Sanierung und den Verlust ihrer Wohnungen.
Siehe auch:
Senioren bangen um ihre Wohnung
Jugendliche Unterstützen Seniorinnen an der Mudrastraße
Lankwitzer demonstrieren für Erhalt der Seniorenwohnungen
(go)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner