Das neue Logo "Berlin Südwest" stößt nicht bei allen Bezirksverordneten auf Zustimmung.

Das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf soll zukünftig das neue, vom Regionalmanagement erstellte Logo „Berlin-Südwest“ auf seiner Homepage und im Schriftverkehr verwenden, dafür stimmte die schwarz-grüne Mehrheit im Ausschuss für Wirtschaft, Personal und Europa am Donnerstagabend. Zuvor hatte der Projektleiter des Regionalmanagements, Dr. Reinhard Baumgarten, die Dachmarke inklusive Logo noch einmal kurz vorgestellt. Es ist der Schriftzug „Berlin Südwest“, der zum Teil orange unterlegt ist. Ein Wappen sei zu kompliziert und oft nicht sofort verständlich, sagen Marketingfachleute, so Baumgarten. Das neue Logo sei ein einheitliches Wiedererkennungszeichen, das nun verbreitet werden müsse, damit es bekannt wird.

Diesem Argument folgten aber nicht alle Bezirksverordneten. SPD und Piraten lehnten den Antrag ab. „Das Logo sagt nichts aus“, begründete anschließend Pirat Eric Lüders seine Ablehnung. Es sei nicht markant genug. Zumal Baumgarten zuvor auch selbst gesagt hatte, dass es ja egal sei, ob es eckig oder rund ist. Und das sei nicht Sinn eines Logos. Es sei nicht Aufgabe der Bezirksverordneten, dem Bezirksamt vorzuschreiben, das Logo zu verwenden, begründete Jan Kellermann (SPD) seine Ablehnung. Da habe man Dringenderes zu tun. Ob das Bezirksamt das Logo verwenden will, könne es selbst entscheiden, findet er. Und das hat es auch. Und zwar dafür, es nicht zu tun. Wie Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) in einer vorherigen Sitzung berichtet hatte, war im Amt eine entsprechende Vorlage zurückgewiesen worden. Und daran habe sich bisher auch nichts geändert, wie er auf Nachfrage aus dem Ausschuss erklärte.

Die Entwicklung des Logos hat rund 30.000 Euro gekostet.

 (go)