
Im Krankenhaus Benjamin Franklin werden die Operationssäle saniert. Foto: Charité-Universitätsmedizin Berlin
Die Charité saniert am Campus Benjamin Franklin in Steglitz zehn Operationssäle. Die Säle stammen in ihrer Struktur und Ausstattung noch aus den 1960er Jahren.
„Die Sanierung der Operationssäle ist dringend erforderlich, da die gebäude- und die medizintechnischen Ausstattungen nicht mehr dem heutigen Standard entsprechen und die Systeme zunehmend havarieanfällig sind“, betont Christian Kilz, Bauchef der Charité. Er ergänzt: „Diese notwendige technische Erneuerung bietet für uns gleichzeitig die Gelegenheit, alte Grundrissstrukturen an moderne OP-Abläufe anzupassen.“ Beispielsweise werden bisherige Nebenräume so zusammengefasst, dass in jeder Raumgruppe auf gleicher Fläche fünf statt bisher vier OP-Säle entstehen, die zudem noch größer sind. „Nach Abschluss der Sanierung wird der zentrale Operationsbereich zu den modernsten Einrichtungen Berlins gehören“, erklärt der Ärztliche Direktor Professor Dr. Ulrich Frei.
So sind zwei der Operationssäle als Hybrid-OP-Säle geplant, in denen mit verschiedenen bildgebenden Verfahren die Operationen präziser geplant und das operative Ergebnis direkt überprüft werden kann. Dies sei von großem Interesse in der Gefäß- und Neurochirurgie. Die Operationssäle werden über eine IT-Ausstattung verfügen, die während des operativen Eingriffs Videokonferenzen innerhalb der Charité und mit externen Kompetenzzentren ermöglicht. So soll auch die Medizinerausbildung weiter verbessert werden. Insgesamt wird der Grundriss der Operationssäle offener gestaltet. Dies gestatte eine flexible Nutzung und ermögliche Überwachungs- und Behandlungskonzepte nach einer Operation.
Die Bau- und Sanierungsmaßnahmen erfolgen in zwei Bauabschnitten, die bis Anfang 2016 abgeschlossen sein sollen und jeweils fünf OP-Säle umfassen. Die Kosten sind mit 19 Millionen Euro angesetzt, darin enthalten sind neben der Herrichtung der Operationssäle und Nebenräume auch eine anteilige Sanierung des Daches, die Erneuerung der zugeordneten Technikzentrale und die Erweiterung des Umkleidebereichs für das Personal.
Der Operationsbetrieb läuft während der Sanierung weiter. Für den reibungslosen OP-Betrieb werden die restlichen Operationssäle im zentralen Operationsbereich sowie an anderen Stellen im Haus intensiver genutzt, teilt die Charité mit.
(sn)












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