Pflanzen sind überall und der Mensch scheint sich gern mit ihnen zu umgeben. Wir gehen in Parks, in Wäldern oder auf Feldwegen spazieren. Wir legen uns Gärten und Balkone an. Wir stellen uns Pflanzen in unsere Wohnungen. Und doch haben wir gerade einmal an den Toren der gesamten Pflanzenwelt gerüttelt. Laut des Bundesamtes für Naturschutz, gibt es in Deutschland über 9.500 Pflanzenarten, weltweit sind es mehr als 330.000. Pflanzen, die alle Klimazonen der Erde erobert und sich bestens an unterschiedliche Bedingungen angepasst haben. Ihre Vielfalt ist faszinierend und lässt sich im Botanischen Garten in Dahlem bestaunen. Vielleicht ist es jedoch ratsam, den Rundgang im Museum des Botanischen Gartens zu beginnen, denn auf Grund von geplanten Sanierungsarbeiten wird das Museum voraussichtlich in Kürze geschlossen. Die Zeit, die Ausstellung zu besuchen, ist also knapp bemessen und ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall.

Foto: © I. Haas, Botanischer Garten und Botanisches Museum Berlin
Das Museum des Botanischen Gartens macht zunächst deutlich, in welchen unterschiedlichen Formen Pflanzen existieren können. So erhält der Besucher wertvolle Informationen über Blütenpflanzen, Nadelbäume, Pilze, Algen, Moose sowie Farne. Wovon ernähren sich Pilze? Wie vermehren sich Blütenpflanzen? Warum haben Algen eine so entscheidende Bedeutung für unseren Planeten? Warum sind Moose auch in Wüstenregionen oder in den Polargebieten anzutreffen? Man erfährt außerdem, welche Bedeutung die Pflanzen für den Menschen haben. Schon im alten Ägypten, so vermittelt es ein Raum der Ausstellung, spielten Pflanzen eine wichtige Rolle bei der Grabbeigabe. In einigen Ausstellungsräumen hat man fast den Eindruck, nicht in einem Museum, sondern in einer Wohnung zu stehen. Deutlich auszumachen sind ein Schlafzimmer mit einem Bett, ein Badezimmer mit einer Badewanne, ein Wohnzimmer mit gemütlichen Sesseln und eine Küche mit dem Küchentisch. In jedem Raum stehen verschiedene Zimmerpflanzen. Laut der Pressesprecherin des Botanischen Gartens, handele es sich dabei oftmals um jene Arten, die typischerweise in diesen Räumen gehalten werden. So fühlen sich zum Beispiel subtropische Pflanzen im Wohnzimmer, dem wärmsten Raum einer Wohnung, am wohlsten. Im Bad hingegen, herrsche eine hohe Luftfeuchtigkeit, weswegen dort beispielsweise Farne anzutreffen seien.
Faszinierend ist auch die Geschichte der Zimmerpflanzen. Interessanterweise fand das wohltuende Grün erst vor etwa 200 Jahren ganzjährig den Weg in die Wohnungen der Nord- und Mitteleuropäer. Über die Jahrhunderte hinweg beeinflussten sowohl die Einrichtung der Wohnungen, als auch der Zeitgeist, welche Pflanzen sich die Menschen in ihre Zimmer stellten. So erfährt der Museumsbesucher beispielsweise, warum die bürgerlichen Salons des späten 19. Jahrhunderts eine wahre „Zimmergärtnerei“ beherbergten, während nur wenige Jahrzehnte später eine übermäßige Zimmerdekoration durch Pflanzen abgelehnt wurde. Auch sind Gießkannen der einzelnen Epochen ausgestellt. Weiterhin erfahren Sie, was beim richtigen Gießen zu beachten ist, wie die Pflanzenwelt der Alpen aussieht, und warum der Handel mit Zierpflanzen auch kritisch zu betrachten ist. Wer gern einmal die gigantische Stammscheibe eines Redwood Trees betrachten würde, ist im Botanischen Museum genau richtig. Auf einer zugehörigen Infotafel liest man unter Anderem interessante Zahlen und Fakten über den Küsten-Mammutbaum. Auch erfährt man, wie das ungefähr 2,5 Tonnen schwere Exponat seinen Weg von Kalifornien nach Berlin fand.
Der Besucher erhält weitere spannende Einblicke in unterschiedlichste Exponate, Informationen und Geschichten. Diese alle zu beschreiben, würde die Lesedauer des Artikels ins Endlose ziehen, also lasse ich es lieber. Am besten, Sie besuchen das Museum selbst. Es hat täglich, in der Zeit von 9.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Für einen Besuch des Museums (ohne Garten) bezahlen Erwachsene 2,50 Euro Eintritt, der ermäßigte Preis beträgt 1,50 Euro. Schulklassen zahlen lediglich 0,50 pro Schüler.
Adresse: Botanisches Museum, Königin-Luise-Str. 6-8, 14195 Berlin
(ExpressBus X83, Bus 101)
Informationen Telefon: 030 83 85 01 00
(mh)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner