
Julia Käsmaier und ihre Familie kümmern sich um den kleinen Stadtgarten vor dem U-Bahnhof Onkel-Toms-Hütte. Foto: Gogol
Die Tomaten sind zwar noch grün, aber sie versprechen reiche Ernte, ebenso die Zucchinis, Erdbeeren und Bohnen, die in den Kübel vor dem U-Bahnhof Onkel Toms Hütte sprießen. Am Sonnabend waren Anwohner und Interessierte vorbeigekommen, um diesen kleinen Stadtgarten zu pflegen, Unkraut zu zupfen, zu harken – und überhaupt den ganzen Vorplatz aufzuräumen. Kinder bemalten die Kübel anschließend bunt.
Die Idee zur Vorplatz-Aufräum-Aktion und zum kleinen Gemeinschaftsgarten hatte Julia Käsmaier. „Ich möchte, dass die Anwohner sich hier kennenlernen, ihr Wissen austauschen, dass dies ein Ort wird, an dem man sich trifft“, sagt die dreifache Mutter. Sie und vier andere Mitstreiter kommen regelmäßig vorbei, um die Pflanzen zu gießen. Dabei komme sie mit Passanten ins Gespräch, erzählt Käsmaier. Genauso habe sie sich das gewünscht, als sie mit ihrer Idee zum Tauschring ging, der vom Verein Zukunftskiez veranstaltet wird. Dort sei sie sofort auf offenen Ohren gestoßen, erzählt Käsmaier. Das Grünflächenamt räumte die Kübel und im Frühling wurden die ersten Pflanzen gesetzt.
Jeder kann mitmachen beim Stadtgärtnern, egal ob Familien mit Kindern oder Senioren. Und jeder kann so viel oder so wenig machen, wie er Lust hat.
Die Kübel vor dem U-Bahnhof sind für Käsmaier aber nur das Vorspiel, denn sie und ihre Unterstützer haben Größeres vor. Sie suchen derzeit ein Grundstück für einen richtigen Gemeinschaftsgarten im Kiez. Die ersten sind auch schon gefunden, sie sollen in zwei Wochen bei einer Fahrradtour in Augenschein genommen werden.
Es gäbe zu wenig Gemeinschaftsgärten in Steglitz-Zehlendorf, findet die junge Ärztin, die sich solche Projekte unter anderem auf dem Tempelhofer Feld und in Kreuzberg angeschaut hat und davon begeistert ist. Mit den bepflanzten Kübeln will sie zeigen, wie einfach es ist, Obst und Gemüse anzubauen.
Das kleine Urban Gardening-Projekt ist allerdings auf diesen Sommer beschränkt. Grund dafür ist die Umgestaltung des Vorplatzes, denn dann werden die Kübel abgebaut. Es soll anschließend aber auch wieder ein Hochbeet geben, freut sich Käsmaier.
Weitere Informationen zum Stadtgärtnern vor dem U-Bahnhof Onkel Toms Hütte gibt es unter www.zehlenwandel.de
(go)














Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Die Hallenbäder öffnen, am Wannsee stehen wieder Faß-Saunen. Auch das Stadtbad Schöneberg geht wieder in Betrieb.
Derzeit öffnen nach und nach 25 Hallenbäder für die Öffentlichkeit. Das frisch sanierte Stadtbad Schöneberg steht ab dem 9. September wieder zur Verfügung. Da die Bäderbetriebe dieses Jahr ihr 30-jähriges Jubiläum feiern, erhält am Eröffnungstag jeder 30. Badegast an der Kasse vor Ort freien Eintritt.
Das Bad war zuvor seit Anfang 2024 teilsaniert worden: Die Technik wurde erneuert und die Heizungsanlage. Auch Teile der Fassade wurden saniert und die Becken neu gefliest. Die Arbeiten kosteten 14,5 Millionen Euro.
Da das Personal jetzt in den Hallenbädern benötigt wird, weil dort mit Schuljahresbeginn das Schulschwimmen startet, schließen nach und nach die 14 Sommerbäder. Das Strandbad Wannsee hat bis zum 13. September geöffnet, das Sommerbad am Insulaner bis zum 11. September.
Das Strandbad bleibt zum Sonnenbaden und Saunieren noch bis zum 04. Oktober geöffnet. Zwei Fass-Saunen mit 85°C und 95°C stehen hierfür zur Verfügung. Im regulären Eintrittspreis ist die Nutzung der Strandkörbe mit inbegriffen. Wer das Sauna-Angebot mit nutzen will, zahlt am Eingang für eine Sauna-Tageskarte 11,50 Euro. Öffnungszeiten: in der Woche von 12 bis 18 Uhr und am Wochenende von 10-18 Uhr. Die Tickets fürs Sonnenbaden und Saunieren sind direkt an der Kasse vor Ort erhältlich.
Einen Gesamtüberblick über alle offenen Bäder mit ihren jeweiligen Öffnungszeiten nach Tagen sortiert gibt es