Nicht nur ein Tag mit Goldrand somdern auch mit goldenem Schlüssel. Unter anderem waren Senator Mario Czaja (zweiter von rechts) und Vorstandsmitglied Martin Matz (Dritter von links) zum Gratulieren gekommen. Foto: Gogol

Nach fast einem Jahr Bauzeit wurde am Donnerstagnachmittag die Diakonieschule des evangelischen Diakonievereins Berlin-Zehlendorf eröffnet.

Um dem Diakonieverein zu gratulieren und der Schule „Gottes Segen“ zu wünschen, hatte sich Mario Czaja (CDU), Senator für Gesundheit und Soziales, sich vom Parlamentstag fortgestohlen. Er betonte in seinem Grußwort wie wichtig, die Schule für Berlin sei angesichts der steigenden Zahl pflegebedürftiger Menschen. Heute würden noch die meisten Menschen, die nicht im Krankenhaus gepflegt werden, von Angehörigen betreut. Doch Fachpersonal werde immer wichtiger, weil die Zahl der Ein-Personen-Haushalte steige. Doch um junge Menschen für Pflegeberufe zu begeistern, müssten diese besser anerkannt werden – auch durch eine angemessene Bezahlung. Dem pflichtete auch Martin Matz, Vorstandsmitglied des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg, gerne bei. Pflegeberufe brauchten eine besser Lobby, betonte er.

500 junge Menschen bildet der Verein an seiner Schule pro Jahr aus. Das sind 20 Prozent aller in Berlin ausgebildeten Pfleger und Pflegerinnen. „Sie leisten eine verantwortungsvolle und gesellschaftlich wichtige Aufgabe“, betonte Czaja.

Seit der Gründung im Jahre 1894 sei die Bildung eine der wichtigen Säulen des Diakonievereins, so Oberin Constanze Schlecht. Und Bildung diene nicht nur einem Menschen, sondern sie wirke durch den Menschen in der ganzen Gesellschaft. Doch die Anforderungen im Gesundheits- und Sozialwesen stelle alle vor große Herausforderungen und müsse sich verändern. Diesen Aufgaben müsse und wolle man sich in der Diakonieschule stellen, betonte Schlecht.

Diakonieschwester Beate Krüger, Lehrerin für Pflegeberufe, freute sich sehr über diesen „Tag mit Goldrand“, an dem ihr Architekt Siegmund Rahl den goldenen Schlüssel für die neue Diakonieschule im 65 Jahre alten Heimathaus überreichte.

Im Dachgeschoss des Heimathauses an der Glockenstraße sowie in den darunter liegenden zwei Etagen entstanden neben Unterrichts- und Aufenthaltsräumen 28 Gästezimmer sowie ein Meditationsraum. 60.000 Dachziegel wurden ab- und wieder aufgedeckt, fünf Kilometer Leitungen und Kabel gezogen sowie 1.104 Quadratmeter Estrich verbaut.

(go)