
Andreas Bergemann von der Beethoven-Schule wurde die Urkunde von den Bezirksstadträtinnen Cerstin Richter-Kotowski (links) und Christa Markl-Vieto sowie vom Koordinator „Klimaschutz am Schulstandort“ Wolfgang Schwarz, überreicht. Foto: Gogol
„Berliner Klima Schule“ – dieses Siegel konnten die Bezirksstadträtinnen Christa Markl-Vieto (Grüne) und Cerstin Richter-Kotowski (CDU) am Mittwoch an fünf Steglitz-Zehlendorfer Schulen verleihen. Für ihre vorbildlichen Projekte rund um den Klimaschutz wurden die Beethoven-, der Fichtenberg-, die Goethe- und die Droste-Hülshoff-Oberschule sowie die Mühlenau-Grundschule ausgezeichnet. Diese fünf Schulen hätten den Klimaschutz sichtbar in ihren Alltag integriert, lobte Markl-Vieto bei der feierlichen Übergabe der Urkunden und Siegel in der Droste-Hülshoff-Schule. Sie freute sich über die engagierten Schüler und Lehrer, die trotz der hohen Belastung im Schulalltag nebenbei noch diese Projekte initiieren.
Für die Beethoven-Oberschule war es die erste Auszeichnung, erzählte Andreas Bergemann, Lehrer für Geografie und Geschichte. Dort hätten Lehrer und Schüler 2012 zusammen mit externen Experten eine Projektgruppe gegründet. Diese externen Experten seien zumeist Eltern, darunter Architekten und Statiker. „Für Lehrer ist es toll, dazu lernen zu können“, sagte Bergemann. Es gab Energierundgänge durch die Schule, mit Hilfe einer Infrarotkamera habe man das Schulgebäude erfasst und im Rahmen eines Kunstprojektes eine „transparente Gebäudehülle“ geschaffen, die allen verdeutliche, wo Energie verschwendet wird. Mit Hilfe von Energieberatern wurde ein Energieausweis für das Schulhaus erstellt. Daraus wurden Konsequenzen gezogen. Dazu zählt die Sanierung des Daches, die aber erst einmal zurückgestellt werden musste. Die Sanierung von Klassenräumen aber hat begonnen. Die Materialien dafür mischen die Schüler selbst zusammen, erklärte Bergemann. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem Lehm und Fasern. Mit dem Preisgeld von 5.000 Euro können nun weitere Projekte in Angriff genommen werden.
„Wir bewohnen alle einen ziemlich kleinen Planeten, und das wird auch für die folgenden Generationen so bleiben“, sagte Markl-Vieto. Deshalb sei es wichtig, dass man Verantwortung für den Erhalt dieses Planeten übernehme. Diesen Gedanken müsse man in die Köpfen und Herzen der Jugendlichen einpflanzen, so dass sie danach leben und ihn weitergeben können an folgende Generationen.
(go)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner