
Elian und Ruben halfen Mama Miriam bei der Kartoffelernte und hatten dabei jede Menge Spaß. Fotos: Gogol
Fantastisches Herbstwetter und Erntefest auf der Domäne Dahlem: Kein Wunder, dass der Hof an der Königin-Luise-Straße gut gefüllt war mit kleinen und großen Besuchern, die schauten, kauften, aßen und ernteten.
Auf dem Platz vor dem Gutshof schlenderten die Besucher an den verschiedenen Ständen vorbei – Obst und Gemüse, Honig und Käse, Gestricktes und Holzspielzeug gab es zu kaufen. Und überall sah man bunte Luftballons. Die verteilte die Kinderhilfe für leukämie- und tumorkranke Kinder gegen eine Spende von einem Euro. Ein Kinderkarussell lud zum Mitfahren ein, ein Feuerkünstler zum Zuschauen. Kein Wunder also, dass jede Menge Trubel herrschte.
Wer etwas mehr Ruhe suchte, fand die auf dem restlichen Areal der Domäne, das auch per Traktor oder Pferdekutsche erkundet werden konnte. Großer Andrang herrschte bei der Kartoffelernte. Eine Maschine buddellte die Erdäpfel aus – die Besucher mussten sie nur noch aufsammeln, Preis pro Kilogramm 1,50 Euro. Was für Bauern oft schwere Arbeit, war bei dem Erntefest ein Spaß für Familien. So wie für eine vierköpfige Familie aus Charlottenburg. Sie schätzen die ländliche Enklave, so Vater Sven. Hier könne man der Stadt entkommen. Bei der Kartoffelernte halfen er, seine Frau Miriam sowie die beiden Söhne Elian (dreieinhalb Jahre) und Ruben (anderthalb Jahre) zum ersten Mal. Die Kinder sind voll dabei, „wenn’s ums Buddeln geht“, so der Vater. Für die Kinder sei die Ernte klasse, weil sie so sehen, wo die Kartoffeln herkommen.
Das sieht Sandy Beez genauso. „Durch die Kartoffelernte können die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes die Welt begreifen“,sagt die Friedrichshainerin. Und vor allem sehen, dass die Kartoffel nicht aus dem Supermarkt kommt. Die Tiere hier zu sehen und die Erntemaschinen, das seien eine „Erfahrung, die man sonst im städtischen Umfeld nicht hat“, so Beez weiter, die mit Tochter, Freund Michael Hug, dessen Tochter und noch einem befreundeten Mädchen das Erntefest besuchte.
Ob der Elan ihrer Kinder für die Kartoffelernte noch ausreiche, konnte Daniela Schmidt nicht sagen, aber Traktor seien sie schon gefahren und die Tiere wollte sich die Mutter mit ihren fünf und sechs Jahre alten Kindern auf jeden Fall noch anschauen. Die Lankwitzerin findet das Fest schön, es gebe viel zu sehen für Kinder aber auch für Erwachsene, sagte sie, vor allem die Stände seien abwechslungsreich.
Zudem können auf dem Hof alte Erntemaschinen angeschaut werden, einige, wie etwa die Windfege, dürfen Besucher sogar selbst ausprobieren.
Wer nach dem Schauen, Ernten und Laufen Hunger und Durst hatte, musste manchmal etwas längere Wartezeiten in Kauf nehmen. Doch dafür gab es beispielsweise frisch gepressten Apfelsaft – Presse und Äpfel standen bereit und wer Glück hatte, konnte bei der Arbeit zuschauen.
Am Sonnabend ist das Erntefest noch bis 18 Uhr geöffnet, auch am Sonntag ist ab 10 Uhr Gelegenheit, das Fest zu besuchen.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: