Die Probleme an der Leo-Borchard-Musikschule scheinen noch immer nicht gelöst.“Immer noch haben zirka 25 Lehrer ihre fehlenden Honorarbeträge aus den Vorjahren nicht bekommenWeiterhin werden Honorare für die Lehrer zu großen Teilen viel zu spät bezahlt. Bei den kürzlich ausgestellten Jahresverdienstbescheinigungen kommt es zum Teil zu gravierenden Abweichungen, die bis zu einer Summe von 10.000 Euro gehen“, berichtet Musikschullehrer Dirk Strakhof. In der Sitzung des Ausschusses für Bildung, Kultur und Bürgerdienste habe Bezirksstadträtin Cerstin Richter-Kotowski (CDU) in Aussicht gestellt, dass die „Altlasten“ bis Ende April ausgeglichen sein sollen.
Dabei bleibe es auch, versichert die Bezirksstadträtin auf Nachfrage. Bei den ausstehenden Honoraren handele es sich um Nachberechnungen aus dem vergangenen Jahr, erklärt sie. Mit der neuen Arbeitsvorschrift (AV) Honorare müsse die Musikschule Einzelstunden abrechnen, was kompliziert sei, deshalb zahle die Musikschule Abschläge. Die entsprächen fast 100 Prozent, doch eben nicht genau.
Was der Musikschule fehlt, sind Verwaltungsmitarbeiter. Zwei neue hatte Richter-Kotowski in der Vergangenheit in Aussicht gestellt, eine Stelle wurde bisher durch eine Entfristung besetzt. Eine weitere Stelle ist noch frei. Doch es sei sehr schwierig, geeignetes Personal zu finden, erklärt Richter-Kotowski, denn die Person brauche Kenntnisse der Software MS-IT. So jemand sei schwer am Markt zu finden, weil es sich um eine komplexe Fachsoftware handele. Zudem muss ein Bewerber über eine Kassenzulassung verfügen. Das fehlende Personal versuche man über Umstrukturierung zu kompensieren. Früher waren Mitarbeiter entweder für Lehrer oder für Schüler zuständig, erklärt Richter-Kotowski, jetzt seien die Mitarbeiter sowohl für den Lehrer als auch für die dazugehörigen Schüler verantwortlich. Das schaffe eine höhere Effektivität.
Sorgen bereitet auch noch immer die neue Musikschulsoftware. „Mit der neuen MS-IT Software lassen sich bestimmte Probleme an der Musikschule selbst nicht lösen, sie können nur in der zuständigen Geschäftsstelle in Neukölln gelöst werden. Ob und wann dies passiert ist nicht bekannt. Die Musikschule Mitte schickte eine Mitarbeiterin bereits zum zweiten Mal in die Schweiz zu der Firma, die die Software MS-IT entwickelt hat, um bestimmte IT-Probleme zu lösen“, berichtet Strakhof. Auch Richter-Kotowski bestätigt, dass es noch immer Probleme mit der neuen Musikschulsoftware gebe, aber auch, dass diese fortlaufend verbessert werde. Unter Beteiligung aller Anwender sei sie noch immer in der Entwicklung. Auch wenn Richter-Kotowski hofft, dass die Software bald normal laufe, der Arbeitsaufwand sei höher als mit der alten Software.
Sorgen bereitet Strakhof eine mögliche erneute Haushaltssperre, von der auch wieder die Musikschule betroffen sein könnte. Doch die Sorgen seien unbegründet, zumindest in diesem Jahr werde es keine Haushaltssperre geben, versichert Richter-Kotowski. Alle Honorare könnten vollständig ausgezahlt werden. Was aber in den kommenden Jahren passiert, dass kann die Bezirksstadträtin nicht sagen.
Strakhof hat neben seinen Sorgen aber auch grundsätzliche Forderungen. „Wann werden die Musikschullehrer endlich festangestellt, und wann gibt es endlich Tarifverträge für alle arbeitnehmerähnlichen Lehrkräfte. Parteitagsbeschlüsse von CDU und SPD, in denen ein Festanstellungsprozentsatz von mindestens 20 Prozent gefordert wird, gibt es bereits seit 2013. Das würde alle Probleme lösen“, ist er überzeugt. Doch das ist ein Problem, das sich nicht auf Bezirksebene lösen lässt.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos:
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DANKE für den informativen und zutreffenden Artikel. Als Betroffener aus dieser relativ Lobbyfreien Gruppe bin ich dankbar , wenn Öffentlichkeit hergestellt wird !
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