
Damon Schreiber freute sich über die monatliche Zuwendung, die ihm Bürgermeister Norbert Kopp am Mittwoch offiziell übergab. Sozialarbeiterin Heike Jeßnitz hatte den 18-Jährigen für das Stipendium vorgeschlagen. Foto: Gogol
Die Zeiten, in denen Manuel Kühnert jedes Jahr drei, vier Auszubildenden in Handwerksberufen ein Stipendium überreichen konnte, sind lange vorbei. Einer kann sich in diesem Jahr über eine zusätzliche Finanzspritze von 100 Euro monatlich freuen, dieses Mal sogar ein Steglitzer.
Am Mittwoch vergab Bezirksbürgermeister Norbert Kopp (CDU) gemeinsam mit Kühnert das Stipendium an den 18-jährigen Damon Schreiber. Der lernt derzeit beim Wohnwerkstatt e.V. den Beruf des Metallbauers. Vorgeschlagen hat ihn der Verein, weil er sehr strebsam und zuverlässig sei, erklärte Sozialarbeiterin Heike Jeßnitz, die den Jugendlichen zur Verleihung ins Rathaus begleitet hatte. „Er bringt gute Leistungen. Und wenn mal etwas nicht so gut läuft, dann kann man mit ihm darüber reden, er zeigt sich einsichtig und nimmt die Ratschläge an“, berichtet sie.
Wie alle 253 Stipendiaten vor ihm, hatte Schreiber eine schwierige Lebensgeschichte, die er aber gemeistert hat. Die begonnene Ausbildung, in der er engagiert ist, zeigt, dass er auf einem guten Weg ist. Solche jungen Menschen zu fördern, war Ziel des Bankdirektors Ernst Dillan, der die Stiftung 1956 ins Leben rief. Seitdem hat das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf, das die Stiftung verwaltet, fast 190.000 Euro an „strebsame, mittellose, junge Menschen in den ersten Jahren ihrer Ausbildung für einen Handwerksberuf“, wie es im Willen Dillans heißt, ausgereicht. Seit 2002 kümmert sich Kühnert um die Verwaltung der Stiftung. In dieser Zeit war es nur einer der Ausgezeichneten, der seine Ausbildung nicht erfolgreich zu Ende brachte, erinnert er sich.
Die monatlichen 100 Euro zusätzlich helfen Schreiber weiter bei der Suche nach einer Wohnung in Steglitz.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: