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Der Bezirk Steglitz-Zehlendorf hat vor fünf Jahren ein Zukunftsprogramm „Steglitz-Zehlendorf 2100“ verabschiedet. Ein zweiter Sachstandsbericht, der darlegt, was in den Jahren 2008 bis 2012 umgesetzt und erreicht wurde, liegt vor. So geht daraus hervor, dass der Ausstoß von Kohlendioxid im Bezirksamt gesenkt wurde, der Stromverbrauch aber konstant blieb, ja zuletzt sogar wieder anstieg. Die bezirklichen Neubau- und Sanierungsstandards blieben wirkungslos. Auch die Ziele für die Errichtung von Solaranlagen auf bezirklichen Gebäuden wurde verfehlt. Die Zahl ging sogar zurück, seit 2009 wurden keine Anlagen mehr errichtet. Das Ziel den Bio-Anteil an der Schulverpflegung weiter zu steigern, wurde ebenfalls nicht erreicht.

Erfolge allerdings konnten verzeichnet werden bei der Erhöhung des Radverkehrs, der nach Berechnungen des Umwelt- und Naturschutzamtes in Steglitz-Zehlendorf um 65 Prozent gestiegen sein soll. Auch im Handlungsfeld Erwachsenenbildung konnten immer mehr Einwohner für die Angebote der Volkshochschule begeistert werden, die die Kurse zu fast 100 Prozent positiv bewerteten.

Nun soll das Zukunftsprogramm auf Grundlage der bisherigen Erfahrungen, neuer Rahmenbedingungen und neuer Ideen fortgeschrieben werden. Dabei setzt das Bezirksamt Steglitz-Zehlendorf auf die Vorschläge und Ideen der Bürger. Dabei geht es unter anderem um Fragen, wie die aufgestellten Ziele zur Einsparung von Kohlendioxid, Förderung des Radverkehrs und der gesunden Ernährung noch besser erreicht werden können. Welchen Herausforderungen muss man sich in den kommenden 50 bis 100 Jahren noch stellen? Sollten neue Handlungsfelder aufgenommen werden, wie zum Beispiel Erhalt der Biodiversität? „Wir hoffen auf konkrete Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger, um unsere Arbeit weiter zu entwickeln,“ sagt Bezirksstadträtin Christa Markl-Vieto (Grüne).

Bis zum 15. Juli können sich interessierte Bürger an der Weiterentwicklung dieses Zielsystems beteiligen.
Sie können ihre Ideen direkt in ein online-Formular unter  www.berlin.de/ba-steglitz-zehlendorf/verwaltung/um/1buergerbeteiligung_nhz.php  auf der Internetseite des Umwelt- und Naturschutzamts eingeben oder einen Brief schreiben an: Umwelt- und Naturschutzamt Steglitz-Zehlendorf, Stichwort: Steglitz-Zehlendorf 2100, 14163 Berlin.

Im April 2008 hat das Bezirksamt vor dem Hintergrund der Lokalen Agenda 21 sein Leitprogramm zur nachhaltigen Entwicklung im Bezirk mit 16 Handlungsfeldern beschlosse. Als Ziele wurden unter anderem definiert, den Energieverbrauch im gesamten Bezirk zu vermindern, den Fahrradverkehr bis 2020 gegenüber 1990 zu verdreifachen, die Zahl der übergewichtigen Kinder bis 2015 auf fünf Prozent zu reduzieren und für alle Gewässer im Bezirk bis 2050 einen guten Zustand zu erreichen.

(sn)