
Strandbad Wannsee, Blick auf den Wannsee (Bild: Bernd Machatzi) in berlin.de
Im Rahmen der Umsetzung der Berliner Strategie zur Biologischen Vielfalt, einem Senatsbeschluss aus dem Jahr 2012, spielt das Strandbad Wannsee als Lebensraum für die Wiederansiedlung von inzwischen sehr selten gewordenen wärmeliebenden und trockenheitsresistenten Gräsern und Kräutern auf Bezirksebene eine besondere Rolle.
In erfolgreicher Zusammenarbeit der unteren Naturschutzbehörde, dem Landesbeauftragten für Naturschutz, den Berliner Bäderbetrieben und der Koordinierungsstelle Florenschutz bei der Stiftung Naturschutz Berlin konnten seltene Gräser und Kräuter von einer besonderen Trockenrasenfläche im Bereich der Lieper Bucht am Hang zur Havel zwischen den Haupttreppen des Strandbades erfolgreich angesiedelt werden. Mit der Pflanzung der Karthäusernelken, die vom Projekt Urbanität & Vielfalt durchgeführt wird, wird das Artenspektrum um eine attraktive Nelkenart, die früher häufiger an den lichten Havelhängen des Grunewaldes wuchs, ergänzt. In den vergangenen Jahren wurden bereits vom Aussterben bedrohte Steppenpflanzen, wie z. B. Ohrlöffel-Leimkraut, Steppen-Lieschgras und Schnecken-Klee, durch Saatgutübertragung und Umpflanzung an dem betreffenden Hang im Strandbad Wannsee angesiedelt. So konnte ein Trockenrasen-Lebensraum entstehen, der gleichzeitig auch Lebensraum für zahlreiche besonders wärmeliebende Tierarten ist. Hierzu zählen neben Zauneidechse seltene Schmetterlinge, Solitärbienen, Heuschrecken, Käfer- und Spinnenarten.
Die Berliner Bäderbetriebe mähen die Fläche einmal im Jahr und sorgen so dafür, dass sie gehölzfrei bleibt und damit die Standortverhältnisse durch eine optimale Besonnung erhalten werden. In der nunmehr seit über einem Jahrzehnt andauernden Kooperation konnten weitere Hangflächen durch Gehölzentnahmen für die Entwicklung von Trockenrasen vorbereitet werden. Damit wird gleichzeitig auch ein attraktiver Ausblick über den Wannsee erhalten, der auch ein Wunsch seitens der Denkmalpflege war, als das Strandbad 2005 restauriert wurde. Beabsichtigt ist, die Entwicklung durch die Ansiedlung von typischen Kräutern und Gräsern des Grunewaldgebietes an weiteren Hangbereichen des Strandbades fortzusetzen. Ziel ist es, innerhalb des Grunewaldgebietes einen Überlebensraum für seltene und gefährdete licht- und wärmeliebende Pflanzen und Tierarten im Rahmen der (denkmalgerechten) Pflege des Strandbades zu erhalten.
Die Pflanzmaßnahme findet in Anwesenheit der Umweltstadträtin Maren Schellenberg und des Landesbeauftragten für Naturschutz sowie von Vertretern der Berliner Bäderbetriebe, der Stiftung Naturschutz Berlin und des Pflanzenschutzprojektes Urbanität & Vielfalt statt.
(BA Steglitz-Zehlendorf)












Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
[caption id="attachment_104237" align="aligncenter" width="622"]
Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner