Die Freie Universität (FU) Berlin ist im Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg zum fünften Mal in sechs Jahren zur „Ideenschmiede Berlin“ gekürt worden. Wie die Organisatoren mitteilten, erreichte sie in der Wertung 61 Punkte, gefolgt von der Technischen Universität Berlin mit 39 Punkten und der Humboldt-Universität zu Berlin mit 34 Punkten.
In der dritten und entscheidenden Wettbewerbsrunde belegte das Team „unipodcast.org“ der Freien Universität mit seinem Businessplan in der Kategorie „Study“ den ersten Platz. In der Kategorie „Service“ erreichte KLICKFILM UG (haftungsbeschränkt), eine Ausgründung der FU, in der Abschlussrunde den dritten Platz.
Peter Lange, Kanzler FU, nahm die Auszeichnung entgegen. „Dass wir diesen Preis gewinnen, ist für viele immer wieder überraschend, da das Profil der Freien Universität sehr geistes- und sozialwissenschaftlich geprägt ist“, sagte Lange. „Aber die Statistiken des Wettbewerbs zeigen, dass bei uns viel unternehmerisches Potenzial vorhanden ist und mithilfe der Gründungsförderung profund auch zum großen Teil ausgeschöpft wird. Was in Dahlem noch dringend fehlt, ist ein Technologie- und Gründerzentrum. Hier wünschen wir uns, dass vorhandene Pläne bald konkretisiert werden.“
Felix Daub, Falko Daub und Michael Bingel von KLICKFILM haben bereits ein Büro in einem der fünf Gründerhäuser auf dem Campus der Freien Universität. Mit der Software von KLICKFILM können Zuschauer online, mobil und im Digital-TV einzelne Objekte wie Kleidung, Möbel, aber auch Darsteller, Musik und anderes direkt im Film anklicken und passende Informationen dazu abrufen. Diese werden über ein semantisches Datensystem vollautomatisch verknüpft und bleiben dadurch aktuell. So entscheiden die Zuschauer selbst, wann sie welche Werbung sehen wollen. Werbetreibende vermeiden Streuverluste und können ihr Budget effektiver einsetzen. Medienanbieter erhalten ein tragfähiges System zur Refinanzierung von Digitalinhalten.
Patrick Franke und Christopher Voigt, Studenten der FU, haben in der Kategorie „Study“ des Wettbewerbs mit einem Businessplan für ein Podcast-Portal überzeugt. Auf „unipodcast.org“ können Video- und Audio-Aufzeichnungen von Vorlesungen, Konferenzen oder Fachvorträgen hinterlegt und angesehen werden. Ein auf die Plattform abgestimmtes, intuitiv bedienbares Aufzeichnungsgerät vereinfacht das Mitschneiden und Hochladen. Den Businessplan zur Vermarktung dieser Idee haben die Studierenden im „BusinessplanLab“ der Universität entwickelt. Dabei wurden sie als Mentor von Alexander Puschkin, Managing Director der relevantec GmbH, unterstützt.
Der Businessplan-Wettbewerb Berlin-Brandenburg (BPW) ist deutschlandweit der größte seiner Art. Der Wettbewerb unterstützt Gründer in drei Etappen auf ihrem Weg von der Idee zum Konzept. Insgesamt wurden in diesem Jahr 683 Businesspläne eingereicht. Organisiert wird der Wettbewerb von der Investitionsbank Berlin (IBB), der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) und der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg (UVB).
(sn)













Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos: