Die Neuro- und Verhaltensbiologin Constance Scharff von der Freien Universität (FU) Berlin ist zum Mitglied der renommierten Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften (BBAW) gewählt worden. Die Ratsmitglieder beriefen die Professorin zum Ordentlichen Mitglied der Biowissenschaftlich-medizinische Klasse. Sie ist damit eines von 168 Ordentlichen Mitgliedern der BBAW. Zum Mitglied kann nach Angaben der Akademie berufen werden, wer sich durch herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet hat. Gewählt werden Mitglieder aus allen Wissenschaftsgebieten und aus dem gesamten Bundesgebiet sowie aus dem Ausland.
Constance Scharff, Jahrgang 1959, erforscht jenes Gen, das Lebewesen den Spracherwerb ermöglicht. Nach ihrem Abitur in Lübeck studierte sie Biologie und wechselte nach dem Vordiplom in die USA. 1991 erhielt sie an der Rockefeller University in New York ihren Ph.D.-Abschluss mit einer Arbeit über die Neurobiologie des Gesangslernens bei Singvögeln. Das Postdoc-Programm legte die Verhaltensbiologin in Frankreich am Collège de France in Paris ab; sie erforschte dort die Entwicklung von Geschlechterunterschieden im Gehirn von Hennen und Hähnen. Zurück in New York wurde sie 1994 Assistenzprofessorin an der Rockefeller University und beschäftigte sich mit der Entstehung von neuen Nervenzellen im erwachsenen Gehirn. Im Jahr 2001 wurde Scharff an das Max-Planck-Institut für Molekulare Genetik berufen, 2005 auf eine Professur für Verhaltensbiologie an die Freie Universität. Derzeit ist sie unter anderem geschäftsführende Direktorin des Instituts für Biologie und an den Exzellenzclustern Languages of Emotion und NeuroCure beteiligt. Seit 2008 ist sie Vizepräsidentin der Deutschen Zoologischen Gesellschaft.
(sn)













Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
Infos zum ADFC Fahrrad Klima Test: