Mit einem Protestkonzert am 13. November wollen der Förderkreis sowie Lehrer und Schüler der Leo-Borchard-Musikschule Steglitz-Zehlendorf lautstark auf die „fortschreitende Demontage“ der Musikschule aufmerksam machen.
Durch die Haushaltssperre, die bis kurz vor den Sommerferien galt, war es der Schule nicht möglich, neue Schülerverträge abzuschließen. 530 Schüler habe die Musikschule dadurch verloren, teilen die Veranstalter mit. „Großveranstaltungen wie die ‚Klangmeile‘ und das Sommerfest konnten nicht stattfinden, und das Ansehen bei der Bevölkerung wurde erheblich beschädigt“, heißt es in einer Presseerklärung.
Zwar sei die Sperre durch Beschluss der Bezirksverordnetenversammlung wieder aufgehoben worden, doch zahlreiche neue Verträge konnten auch anschließend durch Personalmangel nicht abgeschlossen werden. Was für die Lehrer zum Teil erhebliche Einbußen bei den Honoraren bedeute. Erschwerend komme hinzu, dass ein neues IT-System zur Abrechnung der Honorare zu einer zusätzlichen Belastung der Verwaltung führte. „Folgen der personellen Unterbesetzung sind fehlende Erreichbarkeit für Bürgerinnen und Bürger, verspätete Honorarzahlungen für die Lehrkräfte, Organisationsdefizite in allen Bereichen“, erklären die Veranstalter des Protestkonzertes. Sie fordern deshalb:
„1. eine unverzügliche deutliche Verbesserung der Verwaltungssituation, die die Voraussetzung für einen reibungslos ablaufenden Musikschulbetrieb für alle Beteiligten ist. Effizienz bei den Verwaltungsvorgängen.
2. Die grundsätzliche Ausnahme der Bildungsinstitution Musikschule von zukünftigen Haushaltssperren.
3. Deutlich mehr feste Musikschullehrerstellen, mehr Investitionen in bessere Räumlichkeiten.
4. Sofortige Verbesserung der Kundenorientierung und des Kundenservices der Musikschule.
5. Eine sofortige wirkliche Aufhebung der Haushaltssperre, die den unverzüglichen Abschluss sämtlicher gewünschter Schülerverträge ermöglicht.
6. Regelmäßige pauschale Honorabschlagszahlungen und Entbürokratisierung der Verwaltung.
7. Ein besseres, weniger angespanntes Betriebsklima und bessere Kommunikation auf allen Ebenen.“
Diesen Forderungen wollen sie mit dem Konzert, das um 19 Uhr in der Matthäuskirche Steglitz, Schloßstraße 44, beginnt, Nachdruck verleihen.
Den musikalischen Teil bestreiten Schüler-Solisten und Ensemble der Leo-Borchard Musikschule. Darüber hinaus werden aber auch Redner auf der Bühne stehen, neben Vertretern der vier in der BVV vertretenden Fraktionen werden Christian Höppner vom Deutschen Tonkünstlerverband per Videobotschaft, Gernot Schulz vom Förderkreis der Leo-Borchard-Musikschule, Hubert Kolland vom Landesmusikrat Berlin und Annette Breitsprecher für die Landeslehrervertretung der Berliner Musikschulen und ver.di sprechen.
Der Eintritt zum Konzert ist frei.












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
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