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Nicht nur im Winter will die SPD-Fraktion obdachlosen Frauen eine Zuflucht im Bezirk bieten, sondern auch im Rest des Jahres. Und so änderte die Fraktion ihren Antrag, der am Mittwoch im Ausschuss für Gesundheit und Gleichstellung beraten werden sollte, und fordert nunmehr Notunterkünfte für Frauen statt Kältehilfe für obdachlose Frauen.

Martin Matz (SPD) wies daraufhin, dass die Änderung durch Anregung der Piraten-Fraktion erfolgte. Frauen seien in Gemeinschaftsunterkünften leicht Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen – nicht nur in den Wintermonaten. Zudem werde die Kältehilfe nur wenige Monate gebraucht, was soll in den Sommermonaten mit der Immobilie passieren? So sei die Idee entstanden, allgemeine Notunterkünfte zu schaffen plus Kältehilfe in den Wintermonaten.

Georg Boroviczény (Piraten) betonte, er wissen aus Gesprächen, dass vor allem jüngere Frauen Gemeinschaftsunterkünfte meiden aus Angst vor sexuellem Übergriffen. Sie suchten private Unterkünfte, in denen sie aber auch nicht sicher seien. Zudem forderte er qualifiziertes Personal, dass den Frauen gezielte Informationen und Hilfe bieten könnte.

Die Notunterkunft soll möglichst zentral liegen und gut erreichbar sein.

Auch die anderen Mitglieder des Ausschusses begrüßten den Antrag, wollen ihn, da er in seiner geänderten Fassung allerdings erst während der Sitzung verteilt wurde, in den Fraktionen besprechen. Eine Zustimmung aus allen Fraktionen scheint sicher.

Notunterkünfte speziell für Frauen gibt es bereits in vielen anderen Bezirken, in Steglitz-Zehlendorf fehlen sie bisher.

(go)