Nicht nur im Winter will die SPD-Fraktion obdachlosen Frauen eine Zuflucht im Bezirk bieten, sondern auch im Rest des Jahres. Und so änderte die Fraktion ihren Antrag, der am Mittwoch im Ausschuss für Gesundheit und Gleichstellung beraten werden sollte, und fordert nunmehr Notunterkünfte für Frauen statt Kältehilfe für obdachlose Frauen.
Martin Matz (SPD) wies daraufhin, dass die Änderung durch Anregung der Piraten-Fraktion erfolgte. Frauen seien in Gemeinschaftsunterkünften leicht Opfer von Gewalt und sexuellen Übergriffen – nicht nur in den Wintermonaten. Zudem werde die Kältehilfe nur wenige Monate gebraucht, was soll in den Sommermonaten mit der Immobilie passieren? So sei die Idee entstanden, allgemeine Notunterkünfte zu schaffen plus Kältehilfe in den Wintermonaten.
Georg Boroviczény (Piraten) betonte, er wissen aus Gesprächen, dass vor allem jüngere Frauen Gemeinschaftsunterkünfte meiden aus Angst vor sexuellem Übergriffen. Sie suchten private Unterkünfte, in denen sie aber auch nicht sicher seien. Zudem forderte er qualifiziertes Personal, dass den Frauen gezielte Informationen und Hilfe bieten könnte.
Die Notunterkunft soll möglichst zentral liegen und gut erreichbar sein.
Auch die anderen Mitglieder des Ausschusses begrüßten den Antrag, wollen ihn, da er in seiner geänderten Fassung allerdings erst während der Sitzung verteilt wurde, in den Fraktionen besprechen. Eine Zustimmung aus allen Fraktionen scheint sicher.
Notunterkünfte speziell für Frauen gibt es bereits in vielen anderen Bezirken, in Steglitz-Zehlendorf fehlen sie bisher.
(go)












Foto: Haus der Jugend Zehlendorf[/caption]
Jugendliche zwischen 15 und 27 Jahren können vom 19. Bis 23. Oktober an einer Fahrt nach Krakau und zu den Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau teilnehmen. Interessierte können sich bis zum 22. Juni anmelden.
In einem gemeinsamen Projekt wollen vier Steglitz-Zehlendorfer Jugendeinrichtungen ein „starkes Zeichen für die Stärkung der Erinnerungskultur und die Förderung der Gedenkstättenpädagogik“ setzen. Vom 19. Oktober bis 23. Oktober findet eine Bildungsfahrt nach Krakau statt, bei der die Teilnehmenden die historischen Gedenkstätten Auschwitz und Birkenau besuchen sowie eine Stadtführung in Krakau erleben werden.
Zielgruppe sind Jugendliche im Alter von 15 bis 27 Jahren, die durch diese Reise nicht nur wertvolles Wissen über die Geschichte des Holocaust erlangen, sondern auch die Möglichkeit erhalten, sich aktiv mit den Themen Erinnerung, Verantwortung und Zivilcourage auseinanderzusetzen.
Geplant sind zwei Exkursionen mit fachkundigen Führungen in das Auschwitz Stammlager sowie Auschwitz-Birkenau mit der Chance auf tiefe Einblicke in die Geschichte und die Auswirkungen des Holocaust. In Krakau steht eine Stadtführung auf dem Programm, bei der die Teilnehmenden mehr über die kulturellen und historischen Hintergründe der Stadt und die jüdische Community erfahren.
Wichtig: die Anmeldefrist endet am 22. Juni. Alle Infos:
jeder Bezirksverordnete nimmt eine obdachlose Frau bei sich zu Hause auf.Problem gelöst