Wieviel Verkehr fährt täglich über die Schloßstraße? Die SPD will es wissen. Foto: Axel Mauruszat

Wie hat sich der Verkehrsfluss auf der Schloßstraße seit den Umbaumaßnahmen geändert – um das herauszufinden, regte die SPD-Fraktion eine Verkehrszählung auf der Shoppingstraße an. Es gebe immer wieder neue Ideen, um die Einkaufsmeile umzugestalten. Um darüber entscheiden zu können, brauche es neue, verlässliche Zahlen. Jetzt sei die richtige Zeit dafür, weil sich die neuen Strukturen eingeschleift hätten, erklärte Norbert Buchta (SPD) im Ausschuss für Verkehr und Ordnung den Antrag. Dafür fand er Unterstützung von den Piraten.

Deutliche Worte fand Bernhard Steinhoff (Grüne) für den SPD-Antrag. Er sei „rausgeschmissenes Geld“ zumindest zum jetzigen Zeitpunkt. Wichtige Maßnahmen seien noch nicht umgesetzt, wie Linksabbieger-Spuren in Richtung Autobahn in Tempelhof-Schöneberg, die die Schloßstraße entlasten würden, oder die Extra-Schaltung für die Busse, wie der Bürgerdeputierte Martin Lutz ergänzte. „Wir eruieren einen Zustand, der nicht realistisch ist“, wenn man dies nicht abwartet, fand Lutz. Wenn die SPD ihren Antrag nicht dahingehend ändern würde, dass eine Zählung erst stattfinden soll, wenn auch diese Maßnahmen umgesetzt sind, würde man nicht zustimmen, machte Steinhoff deutlich.

David Eckel (CDU) machte sich vor allem Sorgen um die Finanzierung, Bezirksstadtrat Norbert Schmidt (CDU) erklärte dazu, dass der Bezirk eine solche Zählung „nicht mit eigenen Bordmitteln“ leisten könnte, weder finanziell noch personell. Deshalb verwies Buchta auf die Verkehrslenkung Berlin, die regelmäßig Verkehrszählung vornimmt.

Der Antrag wurde zunächst vertagt, ebenso wie der für ein neues, umfassendes Verkehrskonzept für die Schloßstraße. Dafür braucht man die Zahlen einer Verkehrszählung.

(go)