
Für eine Diskussion mit Gregor Gysi wollte das FU-Präsidium keinen Raum zur Verfügung stellen. Foto: Die Linke
Die Linke Steglitz-Zehlendorf ist empört. Der Studierendenverband SDS FUder Linken an der Freien Universität (FU) hatte für Dienstag eine Diskussionsveranstaltung mit Gregor Gysi, Vorsitzender der Linksfraktion im Bundestag, an der Freien Universität geplant. Zusammen mit Catarina Pincipe, Aktivistin im Bloco de Esquerda inPortugal, wollte Gysi mit Studierenden über die Europakrise diskutieren. Doch das Präsidium der Freien Universität Berlin habe die Vergabe eines Raumes für die Veranstaltung abgelehnt. Begründung: Es handele sich nicht um eine Erstsemester- sondern um eine politische Veranstaltung.
“Diese willkürliche und undemokratische Entscheidung des FU-Präsidiums ist völlig inakzeptabel!”, findet Franziska Brychcy, stellvertretende Bezirksvorsitzende der Linken Steglitz-Zehlendorf. Dass der Präsident der FU Berlin bei einer Diskussionsveranstaltung mit Wolfgang Schäuble (CDU) und Pierre Moscovici (Parti Socialiste, Frankreich) im Mai 2013 zwar stolz auf die Tradition der FU “als Begegnungs- und Diskussionsstätte zwischen Persönlichkeiten aus Politik und Wissenschaft” hinwies, aber Gysi jetzt offenbar nicht die Möglichkeit geben wolle, mit Studierenden über die Krise in Europa zu diskutieren, sei „tendenziös, undemokratisch und widerspricht dem Geist der Freien Universität, so Brychcy.
Die Veranstaltung fand trotzdem statt, dank schönes Wetters als „Teach In“ vor der FU Mensa an der Otto-Simson-Straße.
(sn)
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