Wie die Bürgerinitiative Hunde am Schlachtensee mitteilt, ist beim Verwaltungsgericht keine fristgemäße Berufung gegen die Aufhebung des sogenannten Hundeverbotes an Schlachtensee und Krumme Lanke eingegangen. Damit ist das Urteil rechtskräftig. Das heißt, dass Hunde angeleint auch am Ufer der beiden Gewässer spazieren geführt werden dürfen. „Da das BA (Bezirksamt; Anm. d. Red.) bislang weder dem Urteil nachgekommen ist (Entfernung der das Verbot regelnden Schilder und Pfähle) noch die falschen Aussagen auf seiner Website entfernt hat, wird Dr. Michael (Rechtsanwalt der Initiative; Anm. d. Red.) das BA in der nächsten Woche dazu auffordern“, teilt der Kläger Frank Kuehn mit.
Die Ziele seiner von ihm ins Leben gerufenen Initiative seien damit erfüllt, trotzdem werde er die Webseite und das für die Klage eingerichtete Konto weiter bestehen lassen, so Kuehn. Grund dafür sind die Bestrebungen der bezirklichen CDU, ein erneutes Verbot auf Basis des Grünanlagengesetzes voranzutreiben. „Da nach mir vorliegenden Ausarbeitungen weder das Berliner Grünanlagengesetz noch das Waldgesetz das Verbot auf eine rechtliche Grundlage stellen, werde ich im Falle eines derartigen Beschlusses auch dagegen vorgehen“, erklärt Kuehn. Gleichzeitig bittet er Hundebesitzer, ihre Hunde am Ufer an die Leine zu nehmen. „Hundehalter die ihre Hunde auf den Uferwegen frei laufen lassen, begehen nicht nur eine Ordnungswidrigkeit sondern schaden den Initiativen, die die berechtigten Interessen der Hundefreunde vertreten. Insbesondere stärken sie damit auch die Bürger, die das Verbot unterstützen und sogar erweitern wollen und – was noch schlimmer ist – sie beeinflussen damit die Meinung unbeteiligter Bürger nachteilig.“












Symbolbild: Der unvergessene "Zick-Zack-Radweg" in der Leo-Baeck-Straße in Zehlendorf (2018). | Foto: Baumann[/caption]
Der ADFC will’s wissen: Bis zum 30. November können Radfahrerinnen und Radfahrer bewerten, wie fahrradfreundlich Berlin ist.
Wie ist der Zustand der Radwege? Wie viel wird fürs Radfahren schon getan? Macht Radfahren Spaß oder ist es eher Stress? Wie bewerten die Menschen das Fahrradklima in Berlin? „Die Ergebnisse zeigen, wo Berlin beim Radverkehr wirklich steht und wo noch nachgebessert werden muss. Wir rufen alle Radfahrerinnen und Radfahrer dazu auf, bei der großen Umfrage mitzumachen“, sagt Marlene Alber, Politische Referentin des ADFC Berlin. Die Erhebung wird seit 2012 alle zwei Jahre durchgeführt und vom Bundesverkehrsministerium gefördert. Im Jahr 2024 beteiligten sich rund 213.000 Menschen in über 1000 Orten in Deutschland. Das bundesweite Ranking der fahrradfreundlichsten Städte und weitere Ergebnisse der Befragung werden im Frühjahr 2027 vorgestellt.
Zum ersten Mal widmet der ADFC Kindern und Jugendlichen eine eigene Umfrage im ADFC-Fahrradklima-Test. Was brauchen junge Menschen, um selbstständig mit dem Rad unterwegs zu sein? Die Umfrage soll zeigen, was beim Radfahren gut funktioniert, was Schwierigkeiten macht und was sich verändern muss, damit Kinder und Jugendliche gerne oder überhaupt auf das Fahrrad steigen.
Wie sicher fühlt sich Radfahren an? Sind die Radwege breit genug und in einem guten Zustand? Wie häufig wird das Fahrrad genutzt? Die Online-Befragung zum ADFC-Fahrradklima-Test besteht aus 27 Fragen, dauert rund zehn Minuten und läuft bis zum 30. November 2026.
Infos zum ADFC Fahrrad Klima Test: