Vom 12. bis 22. September bietet die DRK Berlin Südwest insgesamt acht Stadtführungen für Jugendliche und Erwachsene durch Steglitz-Zehlendorf an. Die Führungen werden von Jugendlichen mit und ohne Beeinträchtigung im Alter von 11 bis 19 Jahren durchgeführt und zeigen den Bezirk aus ihrer Perspektive. Die erste Stadtführung findet am 12. September in der Zeit von 16 bis 17.30 Uhr statt und startet am Bahnhof Wannsee von Gleis 4/5.
Die Stadtführungen sind das Ergebnis eines mehrfach prämierten Projekts des Kinder- und Jugendbereichs der DRK Berlin Südwest. Unter dem Titel WIK – Wir im Kiez – erkundeten Kinder und Jugendliche mit und ohne Beeinträchtigung seit Anfang 2016 gemeinsam ihren Stadtbezirk. Dabei hielten sie im öffentlichen Raum nach Barrieren und persönlichen Lieblingsorten Ausschau, unterhielten sich mit Zeitzeugen und Anwohnern und dokumentierten die Ergebnisse ihrer Recherchen. Aus ihren Erfahrungen und Entdeckungen haben sie die jetzt stattfindenden interaktiven Stadtführungen entwickelt. Begleitet und unterstützt wurden sie während der gesamten Projektdauer von Heil- und Kulturpädagogen der DRK Berlin Südwest.
„Das Besondere an WIK ist, dass es sich dabei um ein Projekt handelt, das sowohl inklusiv ist als auch einen wertvollen Beitrag zur Entwicklung der Jugendlichen leistet.“, erklärt Holger Höringklee, der Geschäftsführer der DRK Berlin Südwest. „Durch die gemeinsamen Lerngruppen werden beispielsweise soziale und kommunikative Kompetenzen gestärkt. Zur besseren Teilhabe beeinträchtigter Jugendlicher trägt das Projekt dadurch bei, dass sie sich in gemeinsamen Gruppen mit Jugendlichen ohne Beeinträchtigung zusammenfinden, bewusst Stadtraum-Barrieren erleben und ihre Erfahrungen dann in ihren Stadtführungen einer breiten Öffentlichkeit bekannt machen.“
Die Ergebnisse ihrer Kieztouren präsentierten die Jugendlichen bereits einmal am 28. Juni in einer Ausstellung im „Kinder- und Jugendhaus Immenweg“. Dort zeigten sie unter anderem Fotos und Filme ihrer Erkundungen und beantworteten Fragen der anwesenden Gäste.
Anfang dieses Monats wurde das WIK-Projekt von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) in einem bundesweiten Wettbewerb als Projekt ausgezeichnet, in dem Inklusion „konkret wird“. Von insgesamt 284 Beiträgen belegte das Projekt den vierten Platz. Die bevorstehenden Stadtführungen machen die Ergebnisse des WIK-Projektes nun erstmals für die Allgemeinheit erlebbar.
Führungen im Überblick:
- Ein- und Ausblicke: Unsere Sicht in Wannsee
12. und 19. September, 16 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Bahnhof Wannsee, Gleis 4/5 | Endstation: JFE Wannsee - Tanzend im Schilf: Ein interaktiver Spaziergang in Steglitz
13. und 20. September, 16 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Gustav-Mahler-Platz | Endstation: Wiese hinter dem Boulevard Berlin - Die fabelhafte Welt von Zehlendorf: Maskerade in Parade
14. und 21. September, 16 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Pestalozzi Schule | Endstation: JFE Düppel - „Imme“ und überall! Let’s Go!
15. und 22. September, 16 bis 17.30 Uhr
Treffpunkt: Bushaltestelle Steglitzer Damm/ Bismarckstr. | Endstation: JFE Immenweg
(sn)













Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst.
Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr.
Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt.
Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen.
Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.
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Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]
In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“.
Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen.
Der Tietzenweg, der Teil des Berliner