KiJuB-Podcast „MISCH MIT“ macht Kinder laut

KiJuB-Podcast „MISCH MIT“ macht Kinder laut

„Misch mit“-Team v.l.n.r.: Fritz, Lisa, Giulia/ Foto: KijubSZ

An alle Kinder und Jugendliche – Ihr wollt etwas ändern? Euch gefällt etwas im Kiez nicht? Dann mischt mit! Damit es vielmehr nach euren Vorstellungen läuft, müsst ihr laut werden und euch einmischen.

Wie das geht, erläutern Giulia Scoz, Leiterin Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf (NBH Wannseebahn e.V.) und Aufnahmeleiter Fritz Borke (wie Birke, nur mit O) im Interview.

Welche Idee steckt hinter dem Podcast?

Giulia Scoz: Ich fragte mich, wie ich eine Art mobile Sprechstunde organisieren kann, damit Kinder und Jugendliche zu Wort kommen und gehört werden. Aber warum sollten sie mit uns reden? Ich dachte, dass sie offener werden, wenn sie an einem Podcast teilnehmen können, da viele selbst Podcasts hören. Und wenn ich die Stimme aufgenommen habe, dann kann die Botschaft verbreitet werden. Die Kinder können gehört werden.

Fritz Borke: Die Corona Zeit ist ein gutes Beispiel dafür, wie wenig Kinder und Jugendliche gefragt werden. Und wie diese darunter leiden.

Giulia Scoz: Unsere erste Episode über die Corona-Maßnahmen und was Kinder und Jugendliche davon halten, zeigt, wie groß der Redebedarf ist. Dabei sei zu erwähnen, dass ein Podcast sich gut mit den Hygienemaßnahmen verwirklichen lässt.

Wie werden die Themen für den Podcast ausgewählt?

Giulia Scoz: Ich sammle Themen, die ich von einer Kollegin erhalte, welche direkten Kontakt mit Kindern und Jugendlichen hat. Dann frage ich diese, ob sie Interesse hätten, darüber zu sprechen. Zum Beispiel hatten wir in der zweiten Episode den Bezirksschülerausschuss zu Gast. Weil sie engagierte Schüler sind, waren sie natürlich interessiert, das so ein Gremium bekannt wird, damit andere Schüler sich engagieren.

Wie verliefen die Gespräche mit Kindern und Jugendlichen bisher?

Fritz Borke: Im Laufe des Gesprächs eröffneten sich immer wieder neue Ebenen und neue Welten. Wenn man es schafft das Vertrauen zu gewinnen, haben die Kinder auch total Lust noch mehr zu erzählen.

Giulia Scoz: Alle Gespräche verliefen immer sehr angenehm, da die Beteiligten immer super offen waren. Ich dachte, es wäre schwieriger. Wir haben zusammen viel gelacht und auch viel gelernt. Am Ende kann man die Kinder kaum mehr bremsen. Wir merken, dass es da ein großes Mitteilungsbedürfnis seitens der Kinder und Jugendlichen gibt.

Was können Erwachsene von dem Podcast lernen?

Giulia Scoz: Den Kindern und Jugendlichen einfach mal zuzuhören. Auf Vorschläge und konkrete Äußerungen auch einzugehen und sich nicht nur zu freuen, dass sich Kinder und Jugendliche beteiligen, sondern auch zu reagieren.

Fritz Borke: Mir ist es jedenfalls ständig in den Gesprächen passiert, dass ich Momente hatte, in denen ich mich fragte, wie es möglich sei, dass ein Kind schon gewisse Erkenntnisse haben kann. Ich glaube, das kann der Podcast auf jeden Fall sehr gut, und zwar die Meinung von Kindern und Jugendlichen in einen Kontext zu bringen, wo diese eine Kraft und eine mögliche Veränderung entwickeln kann.

Ihr seid neugierig geworden und möchtet mehr über den Podcast wissen oder sogar gleich mitmachen? Dann meldet euch bei Giulia Scoz und Fritz Borke.

HÖRT REIN! www.kijubsz-berlin.de/podcasts/

Kinder- und Jugendbüro Steglitz-Zehlendorf
(NBH Wannseebahn e.V.)
Am Eichgarten 14
12167 Berlin

Mail: kijubsz[at]berlin.de
Mobil: 0178 811 99 44
Festnetz: 030 / 815 81 02

 

(mfs)

 

 

 

 

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Tietzenweg wird fahrradfreundliche Strecke

[caption id="attachment_104236" align="aligncenter" width="622"] Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]   Damit auch alles glatt läuft für die Radfahrer, wurde jetzt das Kopfsteinpflaster abgefräst. Vor gut einem halben Jahr wurde auf dem Tietzenweg zwischen Unter den Eichen und Gardeschützenweg die Fahrradstraße fertiggestellt. Hier haben Radfahrer Vorrang, Kraftfahrzeuge werden als Anlieger weiterhin zugelassen. Radfahrerinnen und Radfahrer dürfen nebeneinander fahren, für alle gilt die Geschwindigkeitsbeschränkung auf maximal 30 km/h. Ausnahmen gelten für Müllfahrzeuge, Rettungswagen sowie für Polizei und Feuerwehr. Eine Weiterführung der Vorrangstraße für Radfahrer ist ab dem Gardeschützenweg perspektivisch bis zum Hindenburgdamm vorgesehen. Damit Radfahrer in Richtung Augustastraße weiter komfortabel unterwegs sein können, wird derzeit das Kopfsteinpflaster geglättet. Zunächst hat sich die große Maschine durch den Tietzenweg zwischen Gardeschützenweg und Viktoriastraße gescheppert. Derzeit wird das nächste Teilstück bis zur Augustastraße fertiggestellt. Im Zuge dessen wird die Kreuzung Tietzenweg/Sophienstraße/Viktoriastraße asphaltiert und barrierefrei ausgebaut. Gehwegvorstreckungen sollen die Wegebeziehungen verbessern und Übergänge sicherer machen. Die Kosten für die bisherigen Maßnahmen liegen bei rund 800.000 Euro. Nach Angaben des zuständigen Stadtrats Urban Aykal (Grüne) wurden für den ersten Abschnitt 155.000 Euro ausgegeben. Für den zweiten Teil werden insgesamt 650.000 Euro fällig, davon alleine 300.000 Euro für das Abfräsen des Pflasters.   [caption id="attachment_104237" align="aligncenter" width="622"] Frisch gefrästes Kopfsteinpflaster: eben und mit kleinen Rillen. | Foto: Daniela von Treuenfels[/caption]   In einem dritten Abschnitt soll im nächsten Jahr der dritte Bauabschnitt bis zum Hindenburgdamm fertiggestellt werden. Das Ziel ist es, so Stadtrat Aykal, „eine sichere Radverbindung von Lankwitz und Lichterfelde zur FU und zur City West zu schaffen“. Auch vor dem Hintergrund, dass an der Drakestraße aufgrund der geringen Breite kein Radweg angelegt werden könne, sei das „sehr wichtig“. Als Urban Aykal die Ideen im Juni vergangenen Jahres erstmals im Rahmen des Runden Tisches vorstellte, sprach er von einem „Campus Lichterfelde West“. Gemeint sind verkehrliche Maßnahmen für die dortigen 10 Schulen und zahlreichen Kitas mit ihren rund 10.000 Kindern und Jugendlichen. Der Tietzenweg, der Teil des Berliner Radvorrangnetzes ist, ist ein Anfang. „Für diesen Bereich werden wir eine Verkehrsuntersuchung beauftragen, sobald die Baumaßnahme am Hindenburgdamm abgeschlossen ist“, so der Stadtrat. Dies solle nach Auskunft der Berliner Energie und Wärme (BEW) Ende 2027 der Fall sein. „Es geht mir darum, für Kinder und Familien in diesem Bereich mit weiteren kleinteiligen Maßnahmen die Verkehrssicherkeit und Verkehrsberuhigung zu erhöhen“, sagt Aykal. Da wäre es naheliegend, die Dürerstraße als Verbindung zwischen Drakestraße und Hindenburgdamm mit einzubeziehen – oder nicht? Auf diese Frage antwortet der Dezernent eher zurückhaltend. Die Dürerstraße sei weder Teil des Radvorrang- noch des Radergänzungsnetzes. Sie könne jedoch „im späteren Verlauf“ einbezogen werden, um die beiden Hauptverkehrsstraßen miteinander zu verbinden.

Daniela von Treuenfels

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